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Glossar: E

EC
European Community, also called EEC, European Economic Community


e-Cash/Electronic Cash
Zahlungssystem, das künftig in Online-Diensten und dem Internet eingeführt werden soll und dem Prinzip der Kreditkarte ähnelt.


ECB
European Central Bank


ECC
Der Error Correction Code ist eine Prüfsumme über Daten. Mit einem ECC können Fehler in den Daten mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit erkannt und ggf. auch fehlerfrei korrigiert werden. Das Kürzel ECC steht auch für Kryptosysteme auf der Grundlage von elliptischen Kurven (elliptic curve cryptosystem).


Echtheitserkennung
Die Echtheit von Banknoten kann grundsätzlich auf zweierlei Weise festgestellt werden:
1. Mit den menschlichen Sinnen, wie Sehen oder Fühlen (sog. Human-Merkmal)
2. Unter Verwendung von Hilfsmitteln wie:
a) Sensoren in BPS-Systemen (Maschinenlesbares Merkmal)
b) Lupe, UV-Licht, Lineal
c) Mit forensischen Mitteln, z.B. hochtechnischen Laborgeräten (Elektronenmikroskop, AAS, NMR, ESR, etc.)


Echtheitsmerkmal, maschinenlesbar
Sicherheitsmerkmale in Papier, Folien- oder Druckelementen, die von einem Sensor gelesen werden können.

Echtheitstest
Verfahren im Endgerät, mit welchem geprüft wird, ob eine Chipkarte echt oder nur simuliert ist (siehe Echtheitsmerkmal).


eci-fähig
Nutzbar im Geldautomaten-Netz von Europay International; z.B international einsetzbare eurocheque-Karte; oder Geldautomat, der internationale ec-Karten akzeptiert.


ec-Karte
Der Fälschungsschutz bei Bank- und Kreditkarten der ersten Generation war einfach: visuelle Merkmale wie Sicherheitsdruck, Hochprägung (eine erste Form von Maschinenlesbarkeit) und Unterschrift mussten genügen. Ein wichtiger Schritt in Richtung elektronischen Zahlungsverkehrs war die Magnetstreifentechnik; fortan konnten auf der Magnetpiste Daten in digitalisierter Form gespeichert werden. Deren Kapazität ist mit 1000 Bit nicht allzu groß; vor allem aber können wesentliche Daten wie Kontonummer, Name, oder letzte Transaktion manipuliert oder kopiert werden. Für die ec-Karte hat man sich deshalb etwas besonderes ausgedacht: Karten, die mit dem von G&D entwickelten MM-Merkmal ausgestattet sind, ermöglichen eine Echtheitsüberprüfung der Karte an allen dafür ausgestatteten Geldausgabeautomaten. Nach Prüfung der Existenz des Merkmals werden die Ergebnisse verschlüsselt und mit einem Prüfwert auf dem Magnetstreifen verglichen. Eine Fälschung der Karte durch Verändern oder Kopieren der Daten des Magnetstreifens ist somit unmöglich und zwecklos. Auch in den Zahlungsverkehrsterminals von G&D im Handel wird die Existenz des Merkmals auf der Karte geprüft. Manipulierte Daten werden erkannt und das Duplizieren von Karten wird wirksam verhindert.

ec-Lastschriftverfahren
Elektronische Zahlungssysteme, bei denen die Kunden mit ihrer eurocheque-Karte (oder Bankkundenkarte) und Unterschrift (statt Geheimzahl) bezahlen können. Jeder Betrag wird einzeln per Lastschrift vom Konto des Kunden eingezogen. Das von der deutschen Kreditwirtschaft entwickelte System trägt die Bezeichnung "POZ" (Point of Sale ohne Zahlungsgarantie). Daneben bieten verschiedene Dienstleister ELV (Elektronisches Lastschriftverfahren) mit oder ohne Zahlungsgarantie sowie OLV (Online-Lastschriftverfahren) an.


E-Commerce/Electronic Commerce
Allgemeine Bezeichnung für über Datennetze abgewickelten Geschäftsverkehr. Darunter fallen Warenbestellungen über das Internet ebenso wie der Kontakt zwischen einzelnen Firmen.


econote
Ein speziell für niedrige Denominationen konzipiertes Banknotenprodukt mit hohem Fälschungsschutz und großer Robustheit.


edc
= electronic debit card – Elektronisches Zahlungssystem von Europay International zur Abwicklung grenzüberschreitender Transaktionen; zur Zeit noch teilweise mit Unterschrift. Deutsche Kunden können z. B ihre ec-Karte an österreichischen EFTPoS-Terminals zum Bezahlen nutzen.


EDC
Ein error detection code ist eine Prüfsumme über Daten. Mit einem EDC können Fehler in den Daten mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit erkannt werden. Ein typisches Beispiel für einen EDC ist die XOR- oder CRC-Prüfsumme bei verschiedenen Datenübertragungsprotokollen.

EEPROM
Ist die Abkürzung für "Electrically Eraseable Programmable Read Only Memory" und stellt einen löschbaren, nichtflüchtigen Speichertyp dar. Dieser Speicher wird dazu verwendet, um veränderbare Informationen auch ohne Stromversorgung zu speichern. Im Bereich von SmartCards können hier Zustandsinformationen und veränderbare Benutzerdaten gespeichert werden.


EF
Elementary Files stellen die eigentlichen Datenspeicher im Dateibaum einer Chipkarte dar. Sie können entweder die Eigenschaft "working" (d.h. für den Gebrauch durch das Terminal) oder "internal" (d.h. für den Gebrauch durch das Betriebssystem der Chipkarte) haben und besitzen eine interne Struktur (transparent, linear fixed, linear variable, cyclic, ...). (- Elementary File: Datenfile auf einer Prozessorkarte)


EFT
= Elektronic Funds Transfer – Elektronisches Zahlungs-Übertragungs-System


EFTPoS
Electronic Funds Transfer at the Point of Sale, Zahlungssystem, das Verbrauchern elektronische Zahlungen an den Kassen im Handel und bei Diensleistern ermöglicht.


Egoutteur
Ein Egoutteur ist eine Walze mit Wasserzeichenmotiv, die auf das bereits gebildete Blatt durch Faserverdrängung Hell-/Dunkel-Wasserzeichen prägt. Egoutteure werden ausschließlich im Langsieb-Verfahren eingesetzt. (Gegensatz: Rundsieb-Verfahren)

eiManagerTM
Software zur Maximierung der Rentabilität und Verfügbarkeit von ATM-Netzwerken.


Einwegfunktion
Mathematische Funktion, für die es keine Umkehrfunktion gibt oder deren Umkehrfunktion nur mit sehr großem Aufwand berechenbar ist.


Einzahlungsterminal
Siehe: Castella ®


electronic cash
System der deutschen Kreditwirtschaft, das Verbrauchern die elektronische Bezahlung in Handel und bei Dienstleistern erlaubt. Vorgeschrieben sind 100-prozentige Online-Autorisierung und PIN-Eingabe.


Elektrische Leitfähigkeit
Die elektonische Leitfähigkeit des Sicherheitsfadens kann durch Sensoren gemessen werden und als maschinenlesbares Echtheitsmerkmal Verwendung finden.


Elektronische Geldbörse
Die elektronische Geldbörse (die Geldkarte) ist nur eine von vielen Chipkarten-Anwendungen. Und die funktioniert so: Zunächst lädt man seine Karte auf, mit Bargeld am Bankschalter. Beim Einkaufen und Bezahlen geht es meist um kleinere Beträge. Besonders bei Anwendungen, wo häufig das Kleingeld fehlt, wird künftig immer öfter die elektronische Börse gezückt: am Parkautomaten oder an der Busstation, und ganz generell, wenn man etwas aus dem Automaten zieht - egal ob Kaffee, Zigaretten oder ein Sandwich. Durch die entsprechende Software in den Terminals hat man mit der Karte immer das passende Kleingeld.

Elektronische Gesundheitskarte
Die Chip-basierte elektronische Gesundheitskarte bietet weitaus mehr Funktionen als eine reine Speicherkarte. Sie ist zum einen ein sicherer „Schlüssel“ zu Telematikinfrastrukturen, zum anderen auch Datenspeicher und -träger für administrative Daten und Anwendungen. Zu den Standardanwendungen zählen das elektronische Rezept, Notfalldaten, Medikamentenhistorie und die elektronische Patientenakte. Weitere individuelle Anwendungen wie zum Beispiel Bonusprogramme sind in Abhängigkeit vom verfügbaren Speicherplatz und Speicherort möglich.


Elektronischer Heilberufsausweis
Der Chip-basierte elektronische Heilberufsausweis ist ein personenspezifischer Ausweis mit Lichtbild, welcher es Ärzten und Apothekern erlaubt, auf die elektronische Gesundheitskarte und die Telematikplattform zuzugreifen. Hierbei regeln Zertifikate, ob Zugriff in Form von Lese- oder Schreibrechten auf die Gesundheitskarte gewährt wird. Hinter den bekannten Sicherheitsmechanismen wie Authentifikation, Verschlüsselung und digitaler Signatur kontrolliert ein detailspezifisches System die Kommunikation zwischen dem Heilberufsausweis und der Telematikplattform.


Elektronischer Zahlungsverkehr
Elektronischer Zahlungsverkehr kennt viele Spielarten. Die elektronische Geldbörse (die Geldkarte), Einkaufen via Btx, Internet payment oder das Wertpapiergeschäft in Japan via Internet. Seit vielen Jahren schon hebt fast jeder Deutsche elektronisch Geld von seinem Konto ab oder bezahlt elektronisch mit seiner ec-Karte (electronic cash). Noch länger zurück reicht der elektronische Zahlungsverkehr zwischen den Banken. Dort werden – schon seit Jahrzehnten – Geldbeträge über Hunderte von Milliarden Mark als Bits und Bytes durch Netze gesendet. Heute suchen mehr und mehr Anwender den Zugang zu weltweiten Datennetzen. Sicherer Datentransfer, Authentizität und Integrität sind unabdingbare Voraussetzungen. Banken und Kreditkartenorganisationen verständigen sich zunehmend auf Kommunikationsstandards. Chipkarten spielen hier immer mehr eine wesentliche Rolle als persönlicher, sicherer PC im Kleinstformat.


Elliptische-Kurven-Kryptographie
Kryptographische Methoden, die auf Operationen mit elliptischen Kurven (komplexe mathematische Objekte, die hier nicht weiter erklärt werden sollen) beruhen. Veröffentlicht von V. Miller (1986) und N. Koblitz (1987). Ihr Vorteil liegt darin, dass für ein vorgegebenes Maß an Sicherheit die Schlüssellängen hier kürzer gewählt werden können als bei anderen öffentlichen Schlüsseln. Dadurch ist diese Methode schneller.


ELV
Elektronisches Lastschriftverfahren; Zahlungssystem, bei dem die Kunden sich statt per Geheimzahl durch ihre Unterschrift ausweisen. Von der deutschen Kreditwirtschaft als "wildes Verfahren" bezeichnet, da es im Wettbewerb zu den von ihr entwickelten Systemen electronic cash und POZ steht.

Embedding (Einbetten)
Mit Hilfe der OLE-Funktion (Object linking and embedding) zum Verknüpfen und Einbetten von Objekten können Informationen von einem Quelldokument in ein Zieldokument übertragen werden. Ein eingebettetes Objekt ist eine Kopie von Informationen aus einem Ursprungsdokument, die in einem Zieldokument eingefügt werden. Das Objekt ist jedoch nicht mit dem Ursprungsdokument verknüpft.


Embossing
Siehe Hochprägung (- Hoch-Prägung auf Plastik-Karten, z. B Name und Kartennummer bei Kreditkarten für die mechanische Einprägung auf einen zusammen mit der Karte in den Leserschlitz eingeführten Beleg)


Emittent
Herausgeber einer Karte (Bank oder Kartenorganisation) oder ein Unternehmen, das gegenüber den Kunden als Herausgeber einer Karte auftritt.


EMV
Gemeinsame Spezifikation für Zahlungsverkehrskarten mit Chip sowie dazugehörige Terminals der Firmen Europay, Master Card und Visa. Diese Spezifikationen sind zum weltweiten Industriestandard für Kredit-, Debit und Börsenkarten avanciert und damit das Pendant des Zahlungsverkehrs zur Telekommunikationsnorm GSM 11.11.


EMV-Spezifikation
Siehe EMV

EPROM
Ein erasable read only memory ist eine nichtflüchtige Speicherart, die in Chipkarten nur noch sehr selten Verwendung findet. Ein EPROM kann nur durch UV-Licht gelöscht werden, weshalb es im Chipkartenbereich nur als WORM-Speicher (write once, read multiple) verwendet werden kann.


EPSS
European Payment Systems Services; Internationales Datennetz von Europay International.


Erweiterungskarte
Ergänzung des Computers, die in einen (der meistens sieben) Slots eingesetzt wird.


Ethernet
Von den Firmen INTEL, DEC und Xerox entwickelter Netzwerktyp für LAN-Netzwerke, die für die Übertragung Koaxialkabel verwenden.


ETS
European Telecommunication Standard ist die Bezeichnung der von ETSI herausgegebenen Normen, die sich in erster Linie mit europäischer Telekommunikation beschäftigen.

ETSI
Das European Telecommunications Standards Institute mit Sitz in Sophia Antipolis, Frankreich, ist das Normungsinstitut der europäischen Telekommunikationsgesellschaften und beschäftigt sich mit der Normung im Bereich der europäischen Telekommunikation. Die im Chipkartenbereich wichtigste ETSI-Norm ist die GSM-Normenreihe (GSM 11.11 u.a.).


etu
Grundlegende Zeitmaßeinheit: ungefähr die Zeit, die für die Karte angefordert wird, um ein Bit zu senden, wie in den ISO-Normen definiert.


EZB
Europäische Zentralbank

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