Auf dem 18. SmartCard Workshop des Fraunhofer-Instituts Sichere Informations-Technologie (SIT) wurden Wolfgang Effing, Klaus Finkenzeller und Wolfgang Rankl von G&D mit dem Fraunhofer-SmartCard-Preis 2008 ausgezeichnet. Sie erhielten den Preis für das "Handbuch der Chipkarten" (Wolfgang Rankl, Wolfgang Effing) und das "RFID-Handbuch" (Klaus Finkenzeller), die klassischen Referenzwerke für Smartcard-Entwickler. Die drei Preisträger bedankten sich mit einem Rückblick, der Lehren für die Zukunft der Kartentechnologie enthielt.
Beim SmartCard-Preis handelt es sich um den einzigen Preis für technische Entwickler auf diesem Gebiet. Überreicht wurden die Auszeichnungen am Dienstagabend auf dem Fraunhofer-SmartCard-Workshop in Darmstadt, auf dem rund 140 Experten über die Sicherheit von elektronischen Ausweisen diskutierten.
Wirft man einen Blick in das „Handbuch der Chipkarten“, so findet man als Untertitel „Aufbau – Funktionsweise – Einsatz von Smart Cards“. Gegenstand des 1.057 Seiten umfassenden Handbuches ist also ein Stück Plastik mit integriertem Chip, dessen Form von der legendären Diner’s Club-Karte herrührt, die 1950 auf den Markt kam. In das Jahr 1968 fällt das Urpatent der Chipkarte, das Jürgen Dethloff und Helmut Gröttrup als Erfinder nennt (beides ehemalige G&D-Mitarbeiter) und seit 1986 wird die Normung der SmartCard betrieben. Man muss sich wohl schon zum Urgestein der Chipkartentechnik zählen, um über Jahre hinaus den Wandel der Technologien zu verfolgen und zu dokumentieren. Die Preisträger haben durchaus diese Qualitäten und dürften weltweit als Grundlage für das Verständnis von Chipkartentechnik stehen.
Mit dem „RFID-Handbuch“ hatte Klaus Finkenzeller bereits 1998 ein großartiges Denkmal gesetzt. Sicher war er sich nicht annäherungsweise der Dimension dessen bewusst, was er gestartet hatte und sich mit den Jahren über alle Grenzen hinweg verbreitet hat. Es ist ein über 400 Seiten starkes Werk in dem der interessierte Ingenieur in verständlicher, facettenreicher und höchst aktueller Weise durch die Geheimnisse und Labyrinthe der RFID-Technik geführt und ihm wertvolles Wissens-Rüstzeug, welches für seine Entwicklungsaufgaben und Produktrealisierungen wichtig ist, geliefert wird.
Die Popularität beider Werke ist unumstritten. Und man bedenke, wie viel Zeit schon weltweit gespart wurde, durch Informationen zu einer Frage von Tausenden von Fragen, die man in diesen Büchern beantwortet bekommt. Und das immerhin in
- Deutsch, englisch, chinesisch, koreanisch, japanisch das Handbuch der Chipkarten
- Deutsch, englisch, chinesisch, koreanisch, japanisch das RFID-Handbuch (russisch und chinesisch für Taiwan sind in Arbeit)
Siehe auch: Fraunhofer-SmartCard-Preis für herausragende Fachliteratur
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