Data Intelligence für eine bessere Banknoten-Zustandssortierung

Banknoten können zerknittern, knicken, verschmutzen oder einreißen. Deshalb müssen sie regelmäßig einer Prüfung unterzogen werden: Umlauffähig oder nicht umlauffähig? Wenn Zentralbanken diese Entscheidung treffen, müssen sie stets Banknotenqualität und Kosten für den Austausch gegeneinander abwägen. Mit dem Software-Tool BPS® Eco-Comparator erhalten sie die Möglichkeit, ihre eigenen Schwellenwerte für die Zustandssortierung von Banknoten zu simulieren und dann die optimalen Einstellungen auszuwählen.

Der Austausch von Banknoten ist kostenintensiv – deshalb ist es entscheidend, bei der Bestimmung, ob eine Banknote fit oder unfit ist, die ideale Balance zu finden. Durch die Festlegung verschiedenster Sortierparameter können unsere Systeme dabei helfen, über den Zustand zu entscheiden. Graffiti, Verschmutzung, Flecken, Risse, Eselsohren und Löcher gehören hier zu den wichtigsten Zustandskriterien. Diese Schwellenwerte können je nach Denomination variieren, da Banknoten mit höherem Wert sauberer sein müssen als solche mit niedrigerem Wert.
Für jede Banknotenserie werden rund 150 Qualitätskriterien festgelegt, was die Fitnessprüfung kompliziert werden lässt. Bei der Festlegung der idealen Schwellenwerte spielt für Zentralbanken neben der Notenqualität auch die Kosteneffizienz eine entscheidende Rolle.

Die idealen Parameter suchen und finden

  • Der BPS® Eco-Comparator ermöglicht die Visualisierung und Analyse der Qualitätsverteilung von Banknoten. Es werden Einstellungen von Schwellenwerten simuliert und ihre Auswirkungen auf die Vernichtungsrate direkt angezeigt.
  • Für eine höhere Konsistenz und bessere Reproduzierbarkeit können die Sortierergebnisse mehrerer BPS®-Systeme verglichen und analysiert werden.

 

  • Diagramme und Histogramme können mit dem BPS® Eco-Comparator sowohl automatisch als auch manuell skaliert werden, und auch die Sortierschwellen und Sensitivitätsanalysen lassen sich entweder automatisch oder manuell anpassen.
  • Dank automatischer Schwellenwerteinstellung und einer Funktion zur Makro-Aufzeichnung und -Wiedergabe kann mit diesem Tool schnell und effizient gearbeitet werden – direkt an einer BPS® oder offline im Büro.

 

Benutzerdefinierte Schwellenwerte

Die Werte müssen genau richtig sein: Wenn die Vernichtungsrate für den Kunden zu hoch oder die Sortierschwelle für die Banknoten zu niedrig ist, müssen Anpassungen an der Maschine vorgenommen worden. Zentralbanken legen jedoch immer größeren Wert darauf, selbst diese Einstellungen festlegen zu können, um Zeit und Geld zu sparen. Der BPS® Eco-Comparator erfüllt ihnen diesen Wunsch nach mehr Unabhängigkeit. Mit dieser Software können die idealen Sortierschwellen auch auf Grundlage geringer Datenmengen festgelegt sowie Simulationen und automatische Optimierungen durchgeführt werden. Basierend auf manuell sortierten Banknoten lernt die Software, welche Noten als umlauffähig und welche als nicht umlauffähig eingestuft werden sollen, was im Ergebnis eine plausiblere Zustandssortierung bedeutet.

Um ein System, wie beispielsweise eine BPS® M7 zu trainieren, werden zwei Stapel mit jeweils 1000 umlauffähigen bzw. nicht umlauffähigen Banknoten in der Maschine bearbeitet. Im Anschluss werden die gewonnenen Daten mit der BPS® Eco-Comparator Software ausgewertet. Anstelle einer Analyse jeder einzelnen Banknote erfolgt eine statistische Auswertung der Daten aller Banknoten. Das Ergebnis ist eine plausiblere Zustandssortierung mit besserer Unterscheidung zwischen fit und unfit, ohne zu hohe Vernichtungsrate. Mithilfe der Software ist es möglich, die ideale Kombination von Schwellenwerten für die optimale Zustandssortierung zu bestimmen.

Betrachten Sie verschiedene Szenarien

Eine weitere Möglichkeit ist die Simulation von umlauffähig und nicht umlauffähig, also der Vernichtungsrate. Hierfür erfasst der Nutzer die Daten von mindestens 10.000 Banknoten, die aus dem Umlauf zurückgekommen sind. Das Tool nutzt diese Daten, um auf Grundlage aktueller Sortierschwellen die Unfit-Rate zu errechnen. Im Anschluss können verschiedene Schwellenszenarien durchgespielt werden, für die der BPS® Eco-Comparator die neue Vernichtungsrate simuliert: „Wie viele Banknoten würden vernichtet, wenn eine geringere Verschmutzung der Vorderseite zulässig wäre?“ So kann die Zentralbank abbilden, wie viele Banknoten ausgetauscht werden sollen.

Bisher erfolgte die Anpassung von Sortierschwellen nach Bauchgefühl, nun bietet der BPS® Eco-Comparator die Möglichkeit, auf Fakten basierende Entscheidungen zu treffen. Und diese Methode zahlt sich schnell aus: Betragen die Herstellungskosten einer Banknote 0,10 EUR und das Bearbeitungsvolumen einer BPS® rund 500.000 Banknoten pro Tag, führt eine Verringerung der Schredderrate um 1 % zu Einsparungen in Höhe von etwa 100.000 EUR pro Maschine und Jahr.


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