G+D unterstützt die schnelle Umsetzung der europäischen Zahlungsinitiative EPI

04.05.2021 München

Giesecke+Devrient (G+D) begrüßt die European Payments Initiative (EPI) als längst überfälligen Schritt zur Etablierung eines souveränen europaweiten Bezahlsystems und dringend notwendige Alternative zur Dominanz globaler Zahlungsanbieter.

Die Zeit ist reif für ein eigenes europäisches Zahlungsnetzwerk. Für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und das digitale Bezahlen beim Online-Shopping sind Europäer bislang auf die marktbeherrschenden globalen Zahlungsdienstleister angewiesen. Doch das soll sich ändern. Die European Payments Initiative EPI plant die Einführung eines Bezahlsystems mit Karten sowie Mobile Wallet in Form einer App, das für alltägliche Situationen wie das Bezahlen im Laden oder im Online-Handel sowie den Geldtransfer von Person-zu-Person (P2P) eingesetzt werden kann. Damit könnten die europäischen Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa Bargeld abheben und bargeldlos mit der Karte oder per App am POS-Terminal zahlen – und das unter dem Schirm strikter europäischer Sicherheitsstandards, denn ihre Daten bleiben in Europa. Das sichert Endverbrauchern die Unabhängigkeit im bargeldlosen Zahlungsverkehr und den Händlern schnelle und sichere Zahlungen. Alle profitieren zudem von den niedrigeren Gebühren gegenüber privatwirtschaftlichen Zahlungsdienstleistern.

Das Interesse des europäischen Bankensektors ist groß. Aktuell engagieren sich 31 Banken und zwei Zahlungsdienstleister aus sieben europäischen Ländern in der EPI. Zusätzliche Unterstützung kommt von der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission. Aufgabe der EPI wird es sein, ein europäisches Zahlungsnetzwerk aufzubauen, das sämtliche bargeldlose Bezahl-Transaktionen nach europäischen Standards für Bezahlkarten beziehungsweise mobile Apps in einer eigenen, durchgängigen Infrastruktur abdeckt. Um diese Initiative zu einem Erfolg zu machen, sollte sie auf bewährten Netzwerken, Schnittstellen und Systemlösungen aufbauen. Und die Banken müssen bei der Gestaltung von Optik und Bedienbarkeit, der Gebührenstrukturen und der Geschäftsmodelle den Spielraum haben, sie komfortabler und attraktiver zu gestalten als konkurrierende Systeme. EPI kommt damit rechtzeitig als europäische Antwort auf den Trend zum digitalen und vernetzten Bezahlen und die wachsenden Sorgen über den Einstieg von Big-Tech-Giganten in den Finanz- und Zahlungsverkehr, der die Abhängigkeit von globalen Tech-Unternehmen zusätzlich verschärfen würde.

Besonders interessant ist die EPI im Kontext der geplanten Einführung des Digitalen Euros als souveräne digitale Zentralbankwährung (Central Bank Digital Curreny oder CBDC) durch die Europäische Zentralbank (EZB). Zusammen stellen die EPI und der Digitale Euro zwei der wichtigsten Leuchtturmprojekte dar, die die Innovationsfähigkeit und Lösungsexzellenz Europas täglich erfahrbar machen werden. Die Initiative reiht sich damit in eine Reihe von Vorhaben wie beispielsweise die Europa-Cloud GAIA-X ein, die die Souveränität Europas für die Zukunft stärken sollen.

„Die Zeit für mehr europäische Souveränität beim Bezahlen ist gekommen. EPI stärkt die Relevanz und Widerstandsfähigkeit des europäischen Bankensektors im Massenzahlungsverkehr, auch auf internationaler Ebene. Zudem wird EPI die Entwicklung von europäischen Lösungen für digitale Identitäten erleichtern und den Digitalen Euro unterstützen“, erklärt Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung und Group CEO von Giesecke+Devrient. „Für die Umsetzung von EPI werden erfahrene Dienstleister benötigt. Als europäisches Unternehmen mit weltweiter Expertise in Zahlungssystemen und hochspezialisierten Partnern wie Netcetera und secunet ist G+D bestens gerüstet, die European Payments Initiative kompetent zu unterstützen und ihr so zum Erfolg zu verhelfen.“


Über Giesecke+Devrient

Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten.

G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com

 

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