Das Jahr 2019 markierte einen Wendepunkt für die Konnektivität. In Korea ging 5G an den Start, kurz darauf folgten weltweit weitere Märkte, darunter die USA, Deutschland und China. Die deutlich höheren Datenraten ermöglichten weit mehr, als Filme schneller zu streamen oder Spiele flüssiger zu spielen. Der technische Fortschritt schuf die Grundlage für großflächige IoT-Implementierungen und die ersten wirklich vernetzten Industrien. Vieles, was heute selbstverständlich erscheint, wäre ohne 5G nicht möglich.
Doch die Entwicklung von Konnektivitätsstandards schreitet weiter voran. Für etwa 2030 wird die kommerzielle Einführung von 6G erwartet.1 Ähnlich wie 5G rund ein Jahrzehnt zuvor dürfte auch dies einen tiefgreifenden Umbruch auslösen. Dabei geht es nicht nur um höhere Geschwindigkeit. 6G steht für eine neue Ära, in der Kommunikationsnetze um Rechenleistung, Sensorik und künstliche Intelligenz erweitert werden. Physische, digitale und virtuelle Welten könnten so nahtlos zusammenwachsen und intelligentere, autonom agierende Systeme hervorbringen, von denen Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen profitieren.
Um das einzuordnen, lohnt zunächst ein Blick auf die Unterschiede zu heutigen Netzen.





