Ein neues Business-Ökosystem
Zusammengefasst ermöglichen IFPP und SGP.32 Fahrzeugen eine sofort verfügbare Konnektivität ab Werk, die OEMs zentral über eine einheitliche Plattform steuern können. Das Remote-Management der eSIM-Profile über den gesamten Lebenszyklus unterstützt Telematik-Anwendungen, Flottenmanagement und Over-the-Air-Updates (OTA).
Diese Fortschritte eröffnen in Bezug auf Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und sicherer automobilbezogener Konnektivität neue Erlösquellen und Geschäftsmöglichkeiten für Fahrzeughersteller und ihre Partner. Dazu zählen unter anderem:
- Functions on Demand, ein wachsender Bereich, in dem Fahrer oder Fahrzeughalter auch nach der Auslieferung Services wie Sitzheizung, adaptiver Tempomat (ACC) oder Sprachsteuerung abonnieren können; die Bereitstellung erfolgt mittels OTA, die Abrechnung nutzerbasiert
- Energiedienstleistungen für Elektrofahrzeuge
- Nutzungsbasierte Versicherungsmodelle, etwa Pay-as-you-drive-Tarife, bei denen sich die Kosten nach Fahrleistung, befahrenen Regionen und sogar dem individuellen Fahrstil richten
Auch das Management großer Flotten gewinnt weiter an Bedeutung, insbesondere wenn Teile einer Flotte noch auf älteren Standards wie SGP.02 basieren. Scania, Teil der globalen TRATON Group und weltweit führend im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge, sah sich mit genau dieser Herausforderung konfrontiert.
Gerade im hochpreisigen Nutzfahrzeugsegment, in dem Scania tätig ist, sind Fahrzeuge langlebige Wirtschaftsgüter. Diese außer Betrieb zu nehmen, nur weil sie einem älteren Konnektivitätsstandard entsprechen, ist keine Option – ebenso wenig wie der Verzicht auf Konnektivität. „Die Lösung besteht darin, die Konnektivität all dieser Assets – unabhängig von ihrem Standort – über eine Managementplattform zu steuern, die sowohl ältere als auch aktuelle Standards unterstützt, in diesem Fall SGP.02 und SGP.32. Zudem sollte eine solche Plattform flexibel genug sein, um bei Einführung eines neuen Standards darauf umzuschwenken“, sagt Leibfarth.
Die CMP-Lösung von G+D für den IoT-Markt – und speziell für die Automobilindustrie – ist eine solche Plattform. Ob es um das Management großer Fahrzeugflotten, die Anbindung älterer Fahrzeuge oder das Onboarding neuer Modelle geht: Sie verbindet alle Elemente und nimmt Komplexität aus dem Prozess. Die Plattform unterstützt bestehende Standards und ist bereits auf den nächsten, SGP.42, vorbereitet.
„Mit der IoT-CMP von G+D konnten wir reibungslos auf den neuen Standard SGP.32 umstellen und gleichzeitig eine zuverlässige Konnektivität für unsere bestehende Flotte auf Basis von SGP.02 sicherstellen“, sagt Peter Vincent, ehemaliger Head of Connected Systems bei Scania CV AB. Er hebt hervor, dass die Plattform Diagnosedaten bereitstellt und zugleich eine effiziente und skalierbare Lösung für das Management aller vernetzten Scania-Fahrzeuge bietet.
Indem sie OEMs bei der Skalierung der Produktion vor Ort unterstützt, die Konnektivität über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg stärkt, neue Erlösmodelle erschließt und das Flottenmanagement über unterschiedliche Konnektivitätsstandards hinweg transformiert, erfüllt die IoT-CMP von G+D alle Anforderungen an eine sichere, effiziente und skalierbare Connectivity-Management-Plattform für die Automobilindustrie.