Die globale Logistikbranche wäre ohne den Bereich der Schienenlogistik nicht funktionsfähig. Unmengen von Containern mit Waren sowie Schütt- und Bulkgüter werden rund um den Globus auf Schienen transportiert. Weltweit gibt es derzeit rund 5,4 Millionen Güterwagen.1 Der Schienengüterverkehr ist für die gesamte Weltwirtschaft von zentraler Bedeutung – auch wenn es bei der Nachverfolgbarkeit der Waggons noch hapert. Genau hier besteht ein enormes Potenzial, den Güterverkehr transparenter und effizienter zu gestalten.
Laut einer aktuellen Studie werden in den USA 29 % der Güter mit der Bahn befördert. In der EU liegt der Anteil bei 12 % und in China bei 16 %. In Russland mit seinen endlosen Landflächen wird das Logistikaufkommen sogar zu 60 % über die Schiene abgewickelt.2 In Bezug auf Nachhaltigkeit kann der Schienengüterverkehr einiges zur Verbesserung der Ökobilanz beitragen. Zwar variieren die Schätzungen, doch einer Quelle zufolge verursacht der Schienengüterverkehr pro transportierter Tonne 76 % weniger CO₂-Emissionen als der Straßenverkehr.3 Angesichts der hohen Relevanz des Umweltschutzes sind diese Zahlen sowohl für die Wirtschaft als auch für die Gesellschaft attraktiv.
Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Die ungeheure Anzahl der Schienenfahrzeuge ist über den gesamten Planeten verteilt und schwer nachzuverfolgen. Nur die wenigsten Güterwagen sind mit Ortungsgeräten ausgestattet, die Telematikdaten übertragen. Nach dem Stand von 2024 lag ihre Zahl bei unter 800.000 Waggons.4 Dieser Mangel an zuverlässigen Daten beeinträchtigt die Transparenz in der Lieferkette.
Um die Vorteile der Telematik zu verstehen, ist es nötig, sich mit den Herausforderungen aller Akteure in diesem Sektor zu befassen.




