Das IoT-Konzept steht für intelligente Geräte, Technologien, Konnektivität und Innovation.
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Wie das IoT alles verändert

Insights
6 Min.

Lösungen, die auf dem Internet der Dinge basieren, kommen in allen wichtigen Branchen zum Einsatz: von intelligenten Städten (Smart Cities) über die Präzisionslandwirtschaft bis hin zum Gesundheitswesen und der Logistik. Täglich eröffnen sich neue Möglichkeiten.

Hand aufs Herz: Wie oft denken Sie über die Technologie nach, die Ihre Smartwatch betreibt, Ihr Thermostat regelt oder Ihre Lieferungen verfolgt? Wahrscheinlich nie. Und doch ist diese Technologie längst allgegenwärtig. Wir sind von ihr umgeben und sie verändert und bestimmt unser Leben und unsere Arbeit. Diese Technologie ist das Internet der Dinge (IoT).

Heute gibt es weltweit bereits Milliarden vernetzter Geräte und bis 2028 wird diese Zahl voraussichtlich auf 34 Milliarden ansteigen1. Demnach kämen auf jeden Bewohner und jede Bewohnerin des Planeten vier vernetzte Geräte.

Zwar nehmen die Zahl und die Verbreitung von Wearables und Smart-Home-Technologien zu, doch den wenigsten Menschen ist bewusst, welchen Einfluss diese auf ihr Leben haben. Abgesehen von den privaten Einsatzmöglichkeiten, wächst auch die Zahl der industriellen Anwendungen rasant, wodurch sich Unternehmen und Branchen in großem Umfang verändern. IoT-Lösungen machen Prozesse effizienter und nachhaltiger, sei es die lückenlose Verfolgung von Waren in der Logistik oder die Echtzeitüberwachung der Luftqualität in intelligenten Städten. Die Vorteile sind weltweit spürbar.

Dieses explosionsartige Wachstum wird durch die Entwicklung anderer Schlüsseltechnologien beschleunigt. Die Einführung von 5G-Netzen sowie Fortschritte bei der Satellitenkommunikation ermöglichen eine sichere, flexible und lückenlose IoT-Konnektivität, selbst an den entlegensten Orten. Sobald diese Technologien vollständig ausgereift sind, werden sie den Zugang zum Internet der Dinge (IoT) weiter demokratisieren, sodass mehr Nutzerinnen und Nutzer sowie Unternehmen unabhängig von ihrer geografischen Lage darüber verfügen können.

Nachfolgend ein Überblick darüber, wie das IoT wichtige Branchen umgestaltet und ihnen weltweit konkrete Vorteile verschafft.

1. Smart Cities

Das Beispiel, das die weitreichenden Auswirkungen des IoT am besten verdeutlicht, sind die intelligenten Städte. Das Smart-City-Konzept gibt es zwar schon seit Jahrzehnten, aber erst in den letzten zehn bis 15 Jahren ist die Vision zur Realität geworden. Im Kern handelt es sich bei einer Smart City um eine städtische Umgebung, die vernetzte Sensoren und IoT-Geräte einsetzt, um das Leben der Bürgerinnen und Bürger angenehmer zu gestalten, die Nachhaltigkeit zu erhöhen, das Ressourcenmanagement zu optimieren und die Verwaltung zu verbessern. Smart Cities können zu einer lebenswerteren Umgebung für ihre Bewohnerinnen und Bewohner werden, indem sie effizienter und umweltfreundlicher gestaltet werden. Das gelingt durch die Integration digitaler Technologien in die städtische Infrastruktur, wie beispielsweise in Verkehrssysteme, Energienetze und öffentliche Dienstleistungen. 

Seit dem Start der Initiative „Smart Nation“ im Jahr 20142 nimmt Singapur eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung intelligenter Städte ein. Zu den bemerkenswerten Projekten, die inzwischen auch von anderen Städten weltweit übernommen wurden, gehören:

  • Intelligentes Abfallmanagement: Mithilfe von Sensoren in öffentlichen Abfallbehältern kann die Leerung auf Grundlage des Füllstands terminiert werden, statt starren Zeitplänen zu folgen, was Kosten und Kohlenstoffemissionen reduziert.
  • Intelligente Parksysteme: Smartphone-Apps unterstützen Autofahrerinnen und -fahrer bei der Suche nach freien Parkplätzen, wodurch sich Staus minimieren und Emissionen durch unnötige Fahrten verringern lassen.
  • Intelligente Wasserzähler: IoT-fähige Wasserzähler helfen Verbraucherinnen und Verbrauchern, ihren Wasserverbrauch besser zu verfolgen und zu verwalten, sodass sie Geld sparen und Ressourcen schonen können.

Auch in der Schweiz sorgt das Internet der Dinge (IoT) für konkrete Veränderungen: In Städten, in denen intelligente Beleuchtungssysteme installiert wurden, sank der Energiebedarf um 50 %3. Mit diesen Lösungen konnten diese Städte ihre Stromkosten und ihren CO2-Fußabdruck verringern, ohne Kompromisse bei der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Kauf nehmen zu müssen.

Die Grafik veranschaulicht, wie das Internet der Dinge (IoT) verschiedene Branchen verbindet: Umweltüberwachung, Smart Cities, Gesundheitswesen, Landwirtschaft sowie Verkehr und Logistik.

2. Gesundheitswesen

Intelligente Wearables sind voll im Trend: Bis Ende 2024 wurden weltweit 538 Millionen Geräte ausgeliefert4. Geräte wie Smartwatches und Fitnesstracker sind bei Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders beliebt, da sie ihnen – ob beim Hundespaziergang oder beim Leistungssport – aussagekräftige Informationen über ihre Gesundheit und körperliche Verfassung liefern. Gleichzeitig haben sich akustische Geräte wie kabellose Kopfhörer vom reinen Unterhaltungszubehör zu einer Hörhilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen entwickelt. Einige Kopfhörermodelle können Vitalwerte wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffgehalt und Temperatur überwachen. Andere sind mit einer Sturzerkennungsfunktion ausgestattet, die älteren Menschen und Personen mit Gleichgewichtsstörungen mehr Sicherheit bietet und im Notfall die Reaktionszeit verkürzt.

Die Möglichkeiten, die das Internet der Dinge im Gesundheitswesen bietet, beschränken sich jedoch nicht nur auf Gadgets für Verbraucherinnen und Verbraucher. Intelligente Haustechnologien – in Singapur entwickelt und mittlerweile weltweit im Einsatz – verändern die Altenpflege und die Betreuung von Seniorinnen und Senioren. In mit Smart-Home-Technologien ausgestatteten Wohnungen registrieren Sensoren beispielsweise, ob ältere Bewohnerinnen oder Bewohner gestürzt sind oder über längere Zeit nicht aktiv waren. In solchen Fällen wird automatisch der Notdienst oder das Pflegepersonal alarmiert. Bei Personen, die eine engmaschigere Betreuung benötigen, können Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mithilfe von Wearables die Vitalwerte und Gesundheitsdaten aus der Ferne kontrollieren. So können Behandlungspläne angepasst, Rezepte ausgestellt und Medikamentenlieferungen koordiniert werden – und das alles ohne Krankenhausaufenthalt. Dadurch werden Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser entlastet, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Patientinnen und Patienten zu Hause eine maßgeschneiderte Pflege erhalten.5

Eine weitere potenziell lebensrettende Anwendung sind intelligente Insulinpens und -pumpen für Diabetes-Patientinnen und -Patienten6. Diese Geräte sind mit einer Smartphone-App gekoppelt und informieren ihre Benutzerinnen und Benutzer über den Blutzuckerspiegel und die richtige Insulindosierung. Die Medikamentenverwaltung wird dadurch für Patientinnen und Patienten sowie Betreuerinnen und Betreuer vereinfacht und die korrekte Einhaltung der verordneten Behandlung erleichtert. Gesundheitsdienstleister können jederzeit aus der Ferne auf diese Daten zugreifen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen. So lassen sich Komplikationen vermeiden und eventuell sogar Todesfälle verhindern.

Junge mit Gesundheitssensor am Arm, verbunden mit einer Smartphone-App, die Vitaldaten anzeigt.

3. Landwirtschaft

Seit der Mensch Ackerbau und Viehzucht betreibt, ist die Landwirtschaft einer der größten Nutznießer technologischer Innovationen – und damit auch der Mensch selbst. Schließlich sind wir alle auf die von ihr produzierten Lebensmittel angewiesen. Jüngste Fortschritte in der IoT-Technologie und der Präzisionslandwirtschaft haben den Landwirtschaftssektor auf ein bislang unerreichtes Niveau gehoben. Sie geben den Landwirtinnen und Landwirten mehr Kontrolle denn je über ihre Ernten und ihren Viehbestand.

Ein Beispiel ist Kaliforniens Weinindustrie: Sie erwirtschaftet 88 Milliarden Dollar pro Jahr und ist für 85 % der amerikanischen Weinproduktion verantwortlich. Dank moderner IoT-Technologien ist sie in der Lage, auf Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel, klimabedingte Naturkatastrophen und die ständige Bedrohung durch Pflanzenkrankheiten zu reagieren7. Zu diesen Innovationen gehören beispielsweise IoT-fähige Sensoren, die in den Weinbergen eingesetzt werden, um Umweltfaktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Bodenfeuchtigkeit zu überwachen. Aber auch autonome Traktoren, die über Sensoren und Kameras verfügen, um Anzeichen von Sach- und Umweltschäden, Schädlingen oder Krankheiten zu erkennen.

Auf Basis der gesammelten Daten lässt sich der Gesundheitszustand der Pflanzen in Echtzeit beurteilen. So können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um die Erträge zu steigern und die Nachhaltigkeit der Weinberge langfristig zu sichern.

In der Viehzucht hilft das IoT den Landwirtinnen und Landwirten, sowohl das Tierwohl als auch die Produktivität zu erhöhen. Sensoren, ähnlich den Wearables, die von Menschen am Körper getragen werden können, sowie drahtlose Geräte im Ohr überwachen wichtige Gesundheitsdaten und erkennen Anzeichen von Krankheiten und Auffälligkeiten. Außerdem können Sensoren den Brunstzyklus von Tieren verfolgen und so die Zuchtpläne optimieren und die Reproduktionsleistung verbessern8.

4. Umweltüberwachung

Der Schutz unserer Umwelt gehört zu den sinnvollsten Anwendungen der IoT-Technologie. Deshalb wird in Metropolen wie Madrid und London die Luftqualität mit Sensoren überwacht. Die gemessenen Schadstoffwerte helfen den Kommunen dabei, neue Grenzwerte festzulegen und Maßnahmen zu ergreifen, um Emissionen zu verringern und die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Frühwarnsysteme, die dazu dienen, die verheerenden Auswirkungen von Überschwemmungen, Erdbeben und Tsunamis9 zu verringern, werden durch das IoT deutlich verbessert. Seismische Sensoren sammeln Daten von Pegelständen und Ozeanbojen und übermitteln sie an zentrale Plattformen, um Anomalien frühzeitig zu erkennen. Im Notfall kann so rechtzeitig der Alarm ausgelöst, können Leben gerettet und Schäden an der Infrastruktur minimiert werden.

Es geht jedoch nicht nur um den Schutz von Menschen: Das Internet der Dinge leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wildtieren, indem es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht, gefährdete Arten mithilfe von LoRa-Sensoren zu überwachen und deren Bewegung, Gesundheit und Stresslevel zu erfassen. Unterstützt werden diese Bemühungen durch Entwicklungen im Bereich der nicht terrestrischen Satellitenabdeckung, wodurch Tiere wie beispielsweise Zugvögel über große Entfernungen und bis in die entlegensten Winkel der Erde verfolgt werden können.

Smarte Landwirtschaft mit diversen IoT-Datensymbolen über Weinstöcken in einem modernen Weinberg.

5. Verkehr und Logistik

Globale Lieferketten bilden das Rückgrat des internationalen Handels. Die zunehmende Globalisierung hat jedoch auch dazu geführt, dass diese durch Naturkatastrophen, geopolitische Ereignisse und eine schwankende Treibstoffverfügbarkeit empfindlich gestört werden können.

End-to-End-(E2E-)Lösungen für die Verfolgung von Wirtschaftsgütern begegnen diesen Herausforderungen, indem sie den Standort, die Sicherheit und den Zustand von Gütern über sämtliche Verkehrsträger hinweg in Echtzeit anzeigen – sei es auf der Straße, auf dem Wasser, in der Luft oder auf der Schiene. Mithilfe solarbetriebener IoT-Ortungsgeräte und kosteneffizienter mobiler Smart Labels ist eine nahtlose Verfolgung von jedem Ort der Welt aus möglich. Über eine skalierbare IoT-Plattform erhalten Logistik- und Flottenmanagerinnen und -manager so eine vollständige Übersicht über ihre Güter im Transport.

Der Einsatz dieser Lösungen bringt erhebliche Effizienz- und Produktivitätssteigerungen mit sich. Intelligente Batterietechnologien und Routenoptimierung unterstützen zudem die Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit, indem sie zu einer Verringerung von Verspätungen und Emissionen beitragen. Die hoch entwickelten Analysewerkzeuge, die von zentralisierten IoT-Management-Suiten bereitgestellt werden, geben Logistikmanagerinnen und -managern alle für die Entscheidungsfindung erforderlichen Daten an die Hand.

Mit Zuversicht in die IoT-Welt

All diese Fälle sind nur einige von vielen gelungenen Beispielen, die zeigen, wie sich die Demokratisierung und die Ausweitung der IoT-Technologie positiv auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens auswirken. Die zahlreichen Möglichkeiten des IoT lassen sich gerade erst erkennen und sind noch lange nicht ausgeschöpft. Die Implementierung einer solchen Infrastruktur im großen Maßstab bringt allerdings auch eine Reihe von Problemen und Überlegungen mit sich.

Der Aspekt der Interoperabilität sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften stellen in allen Branchen nach wie vor erhebliche Hürden dar. Gleiches gilt für eine zuverlässige Konnektivität, insbesondere in Sektoren wie dem Gesundheitswesen, der Logistik und dem industriellen IoT. Jede Unterbrechung kann hier den Betriebsablauf und wichtige Prozesse stören. Für Unternehmen haben zudem Sicherheit und Datenschutz oberste Priorität, da IoT-Netzwerke große Mengen sensibler Daten erzeugen und übertragen. Diese müssen durch robuste Verschlüsselung und regelmäßige Plattform-Updates geschützt werden.

Will man all diese Anforderungen erfüllen und gleichzeitig eine stetig wachsende Anzahl von Geräten verwalten, kann das die Ressourcen enorm belasten und die Effizienz verringern – also das Gegenteil dessen, was IoT-Systeme erreichen sollen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit einem vertrauenswürdigen Anbieter wie G+D eine kluge Wahl.

G+D ist ein weltweit führender Anbieter von IoT-Lösungen und unterstützt bei IoT-Implementierungen in verschiedenen Branchen. Den Kundinnen und Kunden steht ein umfassendes Angebot an sicheren End-to-End-Services zur Verfügung, die die Komplexität groß angelegter IoT-Implementierungen vereinfachen und über eine einzige Plattform verwaltet werden.

Um das Potenzial des IoT zu maximieren, sei es heute oder in der Zukunft, kann ein Partner, der Implementierungen vereinfacht und bei der Skalierung unterstützt, den entscheidenden Unterschied machen.

Key Takeaways

  • Das Internet der Dinge (IoT) ist allgegenwärtig. Es verändert Branchen und das tägliche Leben, sei es in Smart Cities, im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft oder in der Logistik. Es fördert Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovation in allen Bereichen der Gesellschaft.
  • Die Skalierung von IoT-Implementierungen bringt Herausforderungen mit sich, wie beispielsweise zuverlässige Konnektivität, Sicherheitsmanagement und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Mit den richtigen Lösungen lassen sich diese Hürden jedoch überwinden.
  • Die Zusammenarbeit mit Experten wie G+D vereinfacht die Verwaltung großer IoT-Flotten, bietet sichere, skalierbare und zukunftssichere Lösungen und hilft, das volle Potenzial des IoT auszuschöpfen.
  1. IoT Forecast, GSMA, 2023

  2. Smart Nation Singapore, Smart Nation [accessed 2025]

  3. Swiss cities leverage smart lighting to save energy, Cities Today, 2024 

  4. Wearable Devices Market Insights, IDC, 2024 [updated 2025]

  5. Taking stock of Smart Nation Development in Singapore, Konrad Adenauer Stiftung, 2018a

  6. Smart insulin pens: How they work, and your experiences of using them, Diabetes UK, 2023

  7. Tech Companies Are Pushing Precision Agriculture Into American Vineyards, Ambrook Research, 2022

  8. Applications of livestock monitoring devices and machine learning algorithms in animal production and reproduction: An overview, Animal Reproduction, 2023

  9. Recent Advances in Internet of Things Solutions for Early Warning Systems: A Review, Sensors, 2022

Veröffentlicht: 08.07.2025

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