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Digital identity card
#eGovernment

Werden unsere Dokumente künftig digital vorliegen?

Globale Trends
6 Mins.

Wie können wir die Digitalisierung physischer Dokumente voranbringen? Wahrscheinlich werden zumindest in den nächsten zehn Jahren digitalisierte und physische Dokumente weiterhin parallel existieren. Die größte Herausforderung besteht darin, die Dokumente nicht einfach nur zu digitalisieren, sondern auch ein nationales digitales Ökosystem aufzubauen

Nahaufnahme eines Mannes mit Handy und Laptop
Die ersten Projekte für die Digitalisierung von hoheitlichen Dokumenten wurden bereits umgesetzt

Weltweit wurden in der letzten Zeit viele hoheitliche Dokumente digitalisiert – oder besser gesagt: teilweise digitalisiert. Zahlreiche Personalausweise, Reisepässe und Führerscheine werden jetzt mit elektronischen Chips ausgestattet, auf denen Daten zur Identifizierung ihrer Besitzerinnen und Besitzer gespeichert werden.

Im Vergleich zu rein physischen Dokumenten haben diese teilweise digitalisierten Dokumente einen ganz wesentlichen Vorteil: Daten, die der Identifizierung einer Person dienen, können ohne Medienbrüche sicher über das Internet übermittelt werden.

Diese digitalen Dokumente und die entsprechenden staatlich genehmigten Eigenschaften bilden eine unverzichtbare Grundlage für ein effizientes, digitales und automatisiertes E-Government-Ökosystem.

Die Digitalisierung hoheitlicher Dokumente wirft aber auch Sicherheitsfragen auf. Es besteht zum Beispiel grundsätzlich das Risiko, dass unbefugte Personen auf die Daten zugreifen könnten. Internationale Sicherheitsstandards dienen dem Schutz der Daten auf den Chips vor solchen Angriffen.

Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Chipdaten

Mit Basic Access Control (BAC) können Chipdaten wie Nachname, Vorname oder ein Gesichtsbild ausgelesen werden, wobei die Daten bei der Übertragung vom elektronischen Ausweisdokument auf das Lesegerät verschlüsselt werden. Extended Access Control (EAC) wird zusammen mit BAC verwendet und schützt den Zugang zu sensiblen Daten mit einer zusätzlichen Sicherheitskomponente.

Es sorgt außerdem für eine Authentifizierung zwischen dem Mikroprozessor des Chips und dem Lesegerät und stellt sicher, dass nur authentifizierte und autorisierte Geräte die Daten auslesen können. Die Autorisierung der Lesegeräte wird durch eine Public-Key-Infrastruktur (PKI) erreicht, die digitale Zertifikate ausstellt, verteilt und prüft.

Anbieter für Identitätslösungen müssen Fälschern immer mehrere Schritte voraus sein. Während Cyberkriminelle versuchen, neue und immer raffiniertere Angriffstechniken zu entwickeln, müssen die Anbieter der Identitätsdokumente in modernste Technologien für physische und digitale Sicherheitsfunktionen investieren.

Es ist deshalb wichtig, dass während des gesamten Lebenszyklus des Dokuments immer wieder neue Sicherheitsfunktionen hinzugefügt und bestehende Funktionen aktualisiert werden, um die Hürden für Kriminelle so hoch wie möglich zu halten.

E-Government weiterentwickeln

Die vollständige Digitalisierung von Ausweisdokumenten – für die Nutzung auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets – ist der nächste logische Entwicklungsschritt für E-Government

“Die vollständige Digitalisierung von Ausweisdokumenten ist der nächste logische Schritt“

Obwohl dies technisch unproblematisch ist, sind weitere Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Außerdem muss die Lücke geschlossen werden, die dadurch entsteht, dass physische Sicherheitselemente wegfallen.

Pässe und Ausweise enthalten zum Beispiel viele physische Merkmale wie eine Reliefoberfläche, holografische Porträts und Wasserzeichen. Diese machen die Dokumente fälschungssicher und zeigen, dass sie offiziell ausgestellt wurden.

Nicht ob, sondern wann

Die große Herausforderung besteht darin, die Dokumente nicht einfach nur zu digitalisieren, sondern auch ein nationales digitales Ökosystem für eine effektive Nutzung aufzubauen.

Doch mit der fortschreitenden Verbesserung der Sicherheitsmechanismen werden die Vorteile digitaler Dokumente immer deutlicher zutage treten. Es stellt sich also nicht mehr die Frage, ob der Übergang zu virtuellen Dokumenten kommt, sondern nur wann.

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