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1 Euro, 20 Jahre, 10 interessante Fakten

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4 Mins.

Wofür steht das €-Symbol? Welches ist das einzige britische Hoheitsgebiet, das den Euro als Währung verwendet? Lesen Sie weiter und erfahren Sie die Antworten …

Eine Europäische Union (EU) ohne Euro? Das ist kaum noch vorstellbar. Aber wer vor der Einführung des Euro durch die heutigen Euro-Länder reiste, wird sich vielleicht noch daran erinnern: Am Ende des Urlaubs waren meist Geldscheine in der fremden Währung übrig. Euro-Bargeld begleitet uns nun seit zwei Jahrzehnten. Anlässlich seines 20-jährigen Geburtstags haben wir einige Fakten für Sie zusammengestellt, die Sie bestimmt noch nicht kannten.

  1. Das Euro-Symbol hat eine Bedeutung

    Offiziell war der griechische Buchstabe Epsilon (ϵ) die Inspiration für das €-Symbol, eine Hommage an die Wiege der europäischen Zivilisation. Das „E“ ist zudem passend, schließlich ist es der Anfangsbuchstabe des Wortes „Europa“, wobei die beiden parallel verlaufenden Linien, die das „E“ durchkreuzen, die Stabilität des Euro unterstreichen sollen.

  2. Der Euro war zunächst eine elektronische Währung

    Bevor es der Euro in die Portemonnaies der Verbraucherinnen und Verbraucher schaffte, hatte ihn die Europäische Zentralbank (EZB) am 1. Januar 1999 in rein elektronischer Form als Teil des Bankenabwicklungssystems eingeführt.1 Die Geldscheine wurden erst drei Jahre später gedruckt.

  3. Die Einführung des Euro-Bargelds war die größte Bargeldumstellung der Geschichte

    Die Einführung des Euro war eine gewaltige logistische Aufgabe, bei der unter strengsten Sicherheitsauflagen innerhalb weniger Wochen 15 Milliarden Banknoten und 52 Milliarden Münzen in Umlauf gebracht wurden. Eine Währung mit sieben Stückelungen ersetzte elf verschiedene Währungen in der EU. Zusätzlich zu der logistischen Herausforderung musste auch die Öffentlichkeit über die neue Währung, einschließlich ihrer Sicherheitsmerkmale, wie Hologramme und Wasserzeichen, aufgeklärt werden.

  4. Die Euro-Banknoten werden überall auf dem Kontinent gedruckt

    Für den Druck der im Umlauf befindlichen Geldscheine bekommt die EZB Unterstützung von den nationalen Zentralbanken und Privatunternehmen. So werden die Banknoten in elf lizenzierten Hochsicherheits-Druckereien innerhalb der EU hergestellt.2 Für die Erstauflage der neuen europäischen Währung ist G+D der größte Drucker, der u. a. die Hälfte der deutschen Euro-Menge produziert. Der größte Papierlieferant für die neuen Banknoten ist die Papierfabrik Louisenthal. Während des gesamten Produktionsprozesses werden Hunderte von manuellen und automatisierten Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle Banknoten, egal, wo gedruckt, stets den gleichen, hohen Sicherheitsstandards entsprechen.

  5. Euro-Banknoten werden auf Baumwollfasern gedruckt

    Das Banknotenpapier basiert auf kurzen Baumwollfasern – sogenannten Kämmlingen, die ein Ausschussprodukt der Textilindustrie sind. Im Jahr 2019 wurden rund 5.210 Tonnen Baumwollfasern für den Druck von Euro-Banknoten verwendet, von denen 57 % als nachhaltig zertifiziert wurden. Der Anteil an Euro-Banknoten, die auf nachhaltiger Baumwollfaser gedruckt werden, soll künftig weiter steigen.

  6. Die Euro-Banknoten zieren fiktive Motive

    Die aktuelle Euro-Banknotenserie heißt Europa-Serie. Auf der Vorderseite der Geldscheine sind Fenster oder Tore abgebildet, die den europäischen Geist der Offenheit und Kooperation symbolisieren, während die Brücken auf der Rückseite die Kommunikation zwischen den Menschen in Europa sowie zwischen Europa und der übrigen Welt repräsentieren. Jede Banknote zeigt einen wichtigen Baustil Europas, wobei die Fenster, Türen oder Brücken fiktive Motive waren, zumindest bis der niederländische Designer Robin Stam auf die Idee kam, diese fiktiven Brücken im niederländischen Spijkenisse nachzubauen.3 Anfang Dezember hat die EZB bekannt gegeben, dass sie die Euro-Banknoten bis 2024 neu gestalten will.4

    Close up eines Mannes, der 20 Euro Banknoten am Geldautomaten zieht.
  7. Der Euro ist eine der sichersten Währungen der Welt

    Der Anteil gefälschter Euro-Banknoten, die sich im Umlauf befinden, ist gering und mittlerweile auf einem Rekordtief. Im Jahr 2020 wurden nur 17 Banknoten pro eine Million Banknoten als Fälschung identifiziert, eine der besten Quoten im Vergleich zu anderen Währungen. Die Banknoten verfügen über eine Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen, von offensichtlichen Hologrammen und Wasserzeichen bis hin zu kaum erkennbarem Mikrodruck. Andere Sicherheitsmerkmale können hingegen nur unter ultraviolettem Licht betrachtet werden und sind mit bloßem Auge überhaupt nicht sichtbar. 

  8. Die Zahl der im Umlauf befindlichen Euro-Geldscheine wächst immer weiter

    Die Zahl der im Umlauf befindlichen Euro-Banknoten ist von 7,8 Milliarden im Jahr 2002 auf 27,6 Milliarden im November 2021 gestiegen. Im November 2021 belief sich ihr Wert Schätzungen zufolge auf insgesamt 1,5 Billionen Euro, gegenüber 246 Milliarden Euro im Jahr 2002.

  9. Einige Staaten außerhalb der EU haben den Euro als Währung eingeführt

    Der Euro ist mittlerweile nicht nur die Währung in 19 EU-Ländern, sondern auch die offizielle Währung des Kosovo, Montenegros und der beiden britischen Hoheitsgebiete Akrotiri und Dhekelia, bei denen es sich um britische Militärgebiete auf Zypern handelt. Die beiden Militärstützpunkte sind damit die einzigen Orte unter britischer Hoheitsgewalt, die den Euro als Währung nutzen.

  10. Wo ein Geldschein gedruckt wurde, lässt sich auf einen Blick erkennen

    Die Seriennummern der Europa-Banknotenserie bestehen aus zwei Zahlen, die auf der Rückseite der Banknote aufgedruckt sind: eine horizontale in schwarzer Farbe und eine vertikale in Farbe. Die horizontale Nummer setzt sich aus zwei Buchstaben und zehn Ziffern zusammen, wobei der erste Buchstabe die Druckerei angibt. Beginnt sie mit einem X oder einem W, wurde sie von Giesecke+Devrient gedruckt.

  1. Unser Geld, Europäische Zentralbank, 2021

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