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#Digital

Zehn Mythen über digitales Zentralbankgeld aufgedeckt

Globale Trends
6 Mins.

In der Diskussion über digitales Zentralbankgeld tauchen immer wieder einige Fehlannahmen auf. Hier sind zehn interessante Fakten über digitale Zentralbankwährungen

Irrtum 1) Digitales Zentralbankgeld ist eine Kryptowährung

Digitales Zentralbankgeld (CBDC) ist eine digitale Währung, die von einer Zentralbank ausgegeben wird, und ist daher ein gesetzliches Zahlungsmittel. Sie erfüllt dieselben die gleichen Funktionen wie physisches Geld und kann deshalb als eine digitale Form von Bargeld betrachtet werden. Bei Kryptowährungen handelt es sich hingegen um Community-Geld. Sie werden nicht von einer offiziellen Institution ausgegeben, sind nicht reguliert und weisen große Wertschwankungen auf. Stablecoins, sind Kryptowährungen, die eng an eine nationale Währung oder andere Vermögenswerte gekoppelt sind. So verhindern sie zwar eine hohe Volatilität des Wechselkurses, doch die Anbieter sind meist private Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen.

Irrtum 2) Jeder wird Konten bei Zentralbanken haben

Es gibt verschiedene Ansätze für CBDCs: Neben kontobasierten gibt es zum Beispiel auch wertbasierte Konzepte. Und auch das Ausmaß, inwieweit sich Zentralbanken am Privatkundengeschäft beteiligen wollen, ist unterschiedlich. In den meisten Ländern wird diese Beteiligung minimal sein. Da Geschäftsbanken bereits bestehende Beziehungen zu den Verbrauchern haben, sind sie dafür prädestiniert, CBDCs zu verteilen. Sie bieten schon jetzt ihre eigenen Apps an, die für CBDCs erweitern erweitert werden könnten. Sie haben außerdem das nötige Wissen, um Know-Your-Customer-Prozesse durchzuführen. Das CBDC CBDC-Konzept von G+D orientiert sich am heutigen Bargeldkreislauf. Die Bankkonten der Menschen bleiben, wo sie aktuell sind – bei ihren Geschäftsbanken.

Irrtum 3) Eine CBDC basiert immer auf Blockchain-Technologie

Blockchain ist eine hervorragende Technologie für bestimmte Anwendungsfälle. Da eine CBDC jedoch von einer vertrauenswürdigen Institution ausgegeben wird, ist der Einsatz von Blockchain hier nicht notwendig. Manche Designkriterien einer CBDC könnten durch Blockchains und Distributed-Ledger-Technologie (DLT) erfüllt werden. Allerdings hat G+D Anforderungen ermittelt, die damit nur schwer umzusetzen sind. Dazu gehören sichere fortlaufende Offline-Zahlungen, die Möglichkeit, Datenschutz und Transparenz optimal aufeinander abzustimmen, und die  Garantie größtmöglicher Stabilität ohne einen Single Point of Failure im CBDC-Ökosystem. G+D Filia®, die CBDC-Lösung von G+D, verfolgt einen anderen Ansatz, da es keine technologische Lösung gab, die alle Anforderungen der Zentralbanken erfüllte.

Irrtum 4) Jede CBDC-Zahlung kann nachverfolgt werden

Bei einer digitalen Zahlung werden heutzutage immer personenbezogene Daten an einen Zahlungsdienstanbieter, einen Händler oder auch an beide weitergegeben. Eine CBDC sollte allerdings bis zu einem gewissen Betrag Anonymität bieten – so, wie es beim Bargeld der Fall ist. G+D Filia® ermöglicht ein optimales Gleichgewicht zwischen Datenschutz und Transparenz: Die Technologie bietet den Nutzern Privatsphäre und ermöglicht gleichzeitig die Einhaltung notwendiger Compliance-Vorgaben der Zentralbank, um illegale Aktivitäten wie Geldwäsche und Steuerhinterziehung zu verhindern.

Digitale Collage mit einer Frau, die ein Smartphone in der Hand hält, und leuchtenden, sich verbindenden Punkten – Stock-Fotografie
Digitales Zentralbankgeld erfüllt dieselben Funktionen wie physisches Bargeld und könnte einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Inklusion leisten

Irrtum 5) Eine CBDC ist ein Risiko für die Währungs- und Finanzstabilität

Die Einführung einer CBDC für allgemeine Zwecke ist ein weitreichendes Unterfangen. Es erfordert eingehende Analysen, um unbeabsichtigte Folgen auszuschließen. Zur Risikominimierung sollte eine gut konzipierte CBDC-Lösung physisches Bargeld so gut wie möglich imitieren und sicherstellen, dass alle Akteure im Finanzsystem ihre bestehenden Rollen behalten und Kundenbeziehungen nicht beeinträchtigt werden. Um zum Beispiel eine dramatische Verschiebung von Einlagengeld zu CBDC zu verhindern und die finanzielle Stabilität nicht zu gefährden, könnten Geschäftsbanken E-Wallets und Wechseldienstleistungen anbieten. Zusätzlich könnte die Menge der CBDCs begrenzt werden. Außerdem sollten CBDC-Lösungen durch Interoperabilität mit anderen Technologien dem privaten Sektor Möglichkeiten eröffnen, innovative Angebote für spezifische Zwecke zu entwickeln.

“G+D Filia® wurde so designt, dass es inklusiv und für alle zugänglich ist, genau wie physisches Bargeld, nur mit dem Vorteil, dass es digital funktioniert“

Irrtum 6) Durch eine CBDC werden Menschen ohne Bankkonto abgehängt

Ca. 30 % der Erwachsenen weltweit haben kein Bankkonto und können digitale Geschäftsmodelle nicht nutzen. Deshalb ist G+D Filia® so designt, dass es inklusiv und für alle zugänglich ist, genau wie physisches Bargeld. Ein  Bankkonto oder ein teures Smartphone wären nicht zwingend notwendig, um digital bezahlen zu können. Selbst die Ärmsten der Gesellschaft könnten eine CBDC nutzen und davon profitieren.

Irrtum 7) Die Menschen brauchen eine Internetverbindung, um mit einer CBDC zu bezahlen

Da eine CBDC ein gesetzliches Zahlungsmittel ist, muss die Möglichkeit der Zahlung zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein – selbst an Orten, an denen es kein Netz, keine Internetverbindung oder auch keinen Strom gibt – also auch bei einem Stromausfall. G+D Filia® ermöglicht fortlaufende Offline-Zahlungen, um sicherzustellen, dass digitale Zahlungen von jedem, überall und zu jeder Zeit durchgeführt werden können.

Irrtum 8) Eine CBDC ist nur eine weitere Form der digitalen Zahlung

Bestehende digitale Zahlungsmöglichkeiten erfordern entweder eine Registrierung und/oder ein Bankkonto bzw. eine Kreditkarte, oft mit Gebühren. Zudem akzeptieren nicht alle Händler die Zahlung über jeden digitalen Zahlungsanbieter. Im Gegensatz dazu wäre eine CBDC ein offizielles gesetzliches Zahlungsmittel mit denselben Funktionen wie physisches Bargeld, das von einer Zentralbank herausgegeben wird. Es wäre das erste wirklich interoperable digitale Zahlungsmittel, was bedeutet, dass jeder Händler und jede Person es akzeptieren würde. Es dient als Recheneinheit für Waren und Dienstleistungen und der Aufbewahrung von Werten, die später abgehoben und eingetauscht werden können.

Irrtum 9) Eine CBDC wird das Bargeld ablösen

Bargeld wird aktuell für 80 % aller Verbraucherzahlungen weltweit verwendet. Es hat einige einzigartige Eigenschaften, es ist zum Beispiel das einzige souveräne Zahlungsmittel und macht den Nutzer unabhängig von der ausgebenden Institution. CBDCs sollen das Bargeld ergänzen, nicht  ersetzen. Da sie dieselben Funktionen wie Bargeld erfüllen und ihre eigenen einzigartigen Merkmale aufweisen, würden CBDCs einen entscheidenden Beitrag zur digitalen finanziellen Inklusion leisten.

Irrtum 10) Es wird nur eine CBDC für alle geben

Es gibt keine Einheitslösung für CBDCs. Jede Zentralbank kann ihre CBDC auf ihre spezifischen Anforderungen zuschneiden, genauso wie verschiedene Länder auch verschiedene Banknoten nutzen. Japan zum Beispiel muss aufgrund häufiger Erdbeben und Stromausfälle bestimmte Offline-Anforderungen bedenken. Afrikanische Zentralbanken müssen dagegen die Möglichkeit der digitalen Zahlung für Menschen ohne Bankkonto beachten

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