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Können Banken klimafreundliche Maßnahmen vorantreiben?

Globale Trends
6 Mins.

Kann die Finanzbranche wirklich etwas tun, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern? Wie sieht eine verantwortungsvolle CSR-Strategie aus? Wie kann sich die Kundschaft einer Bank für das Klima engagieren?

 

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt auf den Kopf gestellt. Obwohl sie für die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht verheerend war, hat sie uns auch einige Lektionen erteilt, die zu einem positiven gesellschaftlichen Wandel beitragen. Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen unseres jährlichen Digital Client Exchange Events, das im November 2021 stattfand, drehte sich alles ums Thema Klima. Im Fokus standen die Rolle von Finanzinstituten bei der Umkehr der globalen Erderwärmung sowie bei der Förderung positiver Umweltmaßnahmen und die Frage, wie Corporate Social Responsibility (CSR) im Bankwesen zur Bewältigung der Klimakrise beitragen kann.

Dr. Carsten Wengel, Leiter Vertrieb & Distribution im Bereich Card & Digital Payment bei G+D, sagte: „Die Pandemie hat vielen die Augen geöffnet. Sie hat unser Bewusstsein verändert und uns gezeigt, was wirklich wichtig ist. Das trifft auch auf die Finanzdienstleistungsbranche zu. Es geht nicht nur um wirtschaftliche, sondern auch um gesellschaftliche und ökologische Prioritäten.“

Die Rolle von Banken in unserer Gesellschaft geht weit über die Wirtschaft hinaus. Banken haben Einfluss auf ihre Kundschaft und Stakeholder und können sie so dazu bewegen, sich für den Umweltschutz zu engagieren. Das schwedische Fintech Doconomy ermöglicht es seiner Kundschaft, ihren individuellen CO2-Fußabdruck anhand der Kartentransaktionen und Online-Einkäufe zu verfolgen. Mathias Wikström, CEO von Doconomy, ist überzeugt, dass sich der Retail-Bankensektor in der einzigartigen Position befindet, einen wirkungsvollen Wandel herbeizuführen.

Umweltbewusste Start-ups wie Doconomy ermutigen Verbraucherinnen und Verbraucher dazu, ihr Verhalten und Handeln zu reflektieren und letztlich zu ändern. Finanzinstitutionen können einen positiven Wandel vorantreiben, indem sie das Umweltbewusstsein der Gesellschaft stärken und ihre Kundschaft zu umweltfreundlichen Entscheidungen bewegen.

Eine umweltfreundliche Nachhaltigkeitsstrategie: Corporate Social Responsibility

 

Im Hinblick auf Nachhaltigkeitsstrategie und Corporate Social Responsibility hat der Bankensektor die einmalige Gelegenheit, mit gutem Beispiel voranzugehen. Im Mai 2021 veröffentlichte die Europäische Zentralbank das Whitepaper „Do banks fuel climate change?“.1 Die darin vorgestellten Ergebnisse deuten auf die zentrale und systemische Rolle des Finanzsektors bei der Einführung von klimafreundlichen Maßnahmen hin.

„Banken bilden ein vertrauenswürdiges Netzwerk. Wir müssen dieses Vertrauen nutzen, um die Risiken der Klimakrise zu mindern. Gelingt uns dies, haben wir meines Erachtens ihre Rolle in der Gesellschaft sinnvoll genutzt“, so Mathias Wikström. Dennoch braucht es seiner Meinung nach weitere Regulierungsmaßnahmen. Banken können zu einer positiven Veränderung beitragen, indem sie sicherstellen, dass der 2019 von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagene Überwachungsrahmen2 befürwortet und durchgesetzt wird.

“Die Pandemie hat vielen die Augen geöffnet. Sie hat unser Bewusstsein verändert und uns gezeigt, was wirklich wichtig ist. Das trifft auch auf die Finanzdienstleistungsbranche zu. Es geht nicht nur um wirtschaftliche, sondern auch um gesellschaftliche und ökologische Prioritäten.“
Dr. Carsten Wengel
G+D Head of Sales & Distribution in the Card & Digital Payment business

Konkurrenzkampf und Kooperation: Investition in nachhaltige Finanzierung

Das globale Rennen um die Entwicklung eines wirksamen Covid-19-Impfstoffs zeigt nicht nur auf, was plötzlich möglich ist, wenn die Menschheit in Gefahr ist, sondern ist auch ein Paradebeispiel für einen Wettbewerb, der sich durch Kooperation auszeichnet. Im Kampf gegen das Virus wurde schnell klar, dass sich ein wirkungsvoller Impfstoff nur in Zusammenarbeit entwickeln lässt. So entstanden zahlreiche Partnerschaften. Mathias Wikström ist überzeugt, dass der Wettbewerb auch den Finanzsektor vorantreiben wird. „Unsere stärksten Bemühungen werden die Dienstleistungen unserer Wettbewerber prägen und sie dazu anregen, diese noch besser zu machen.“ Der CEO des Fintech fährt fort: „Unsere Partnerschaften sind extrem wichtig. Pioniere suchen Gleichgesinnte. Das macht diese Partnerschaften im Lauf der Zeit so wichtig.“

 
  1. Working Paper Series: Do banks fuel climate change?, Europäische Zentralbank Eurosystem, Mai 2021

  2. Climate change and financial stability, Europäische Zentralbank Eurosystem, Mai 2019

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