Ein aktueller Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Kartensystemen zeigt, dass Kartenzahlungen inzwischen die dominierende elektronische Zahlungsmethode in der Europäischen Union sind. Im Jahr 2023 entfielen 54 Prozent aller bargeldlosen Transaktionen auf Kartenzahlungen. Insgesamt wurden auf diesem Weg rund 70 Milliarden Zahlungen abgewickelt.1
Das allein ist schon bemerkenswert. Zugleich weist die Zentralbank darauf hin, dass 61 Prozent dieser Kartenzahlungen über internationale Kartensysteme abgewickelt wurden.2
Starke nationale Systeme neben den großen internationalen Anbietern sind aber für Europas Zahlungssouveränität und die Widerstandsfähigkeit des Systems von großer Bedeutung. Innerhalb der EU richtet sich daher der Fokus erneut auf Innovationen in den nationalen Zahlungssystemen, damit diese weiter wachsen und ihre Kundschaft halten können. „Kunden erwarten, dass die Funktionen, die sie von internationalen Systemen kennen, auch bei nationalen Lösungen verfügbar sind. Noch wichtiger ist jedoch, dass nationale Zahlungsoptionen flexibel auf die besonderen Anforderungen lokaler Akteure reagieren können, also auf Banken, den Handel sowie auf Nutzerinnen und Nutzer gleichermaßen. Ein Ökosystem, in dem nationale und internationale Systeme nebeneinander bestehen, ist ideal“, sagt Barnabas Ferenczi, Head of Strategy & Product Marketing für Financial Platforms bei G+D.
Auf diese Weise entstehen möglichst effiziente und sichere Zahlungsprozesse. Gleichzeitig können Regulierungsbehörden sicher sein, dass der Wettbewerb zwischen verschiedenen Angeboten entsteht und die Stabilität des Systems gestärkt wird.




