Das geht auch effizienter

Mit innovativen Automatisierungs- und Big-Data-Lösungen hilft G+D dabei, Prozesse im Bargeldkreislauf wirtschaftlicher zu machen.

Durch die Digitalisierung wandelt sich das Zahlungsverhalten der Gesellschaft. Online- und Mobile-Payment nehmen zu. Aber verliert Bargeld deswegen an Bedeutung? Höchst unwahrscheinlich! Denn Bargeld funktioniert ganz unabhängig von Karte, Smartphone und Computer. Und im Gegensatz zu digitalen Währungen wie Bitcoin ist es gesetzliches Zahlungsmittel. Münzen und Banknoten sind für viele Menschen geprägte und gedruckte Freiheit. Man trägt sie bei sich, gibt sie aus und verschenkt sie. Und kein digitaler Agent schaut einem dabei über die Schulter und dokumentiert das eigene Zahlungsverhalten. Kein Wunder also, dass das weltweite Bargeldvolumen jährlich um etwa fünf Prozent steigt.

Gleichzeitig hat die Digitalisierung auch das Handling des Bargelds verändert. Durch intelligente Automatisierung werden die Prozesse im gesamten Bargeldkreislauf immer effizienter. Händisches Eingreifen wird dabei mehr und mehr reduziert, was nicht nur die Produktivität, sondern auch die Sicherheit steigert.

Optimierung des Bargeldkreislaufs

Viele Branchen setzen bereits erfolgreich auf intelligente Automatisierung, von der vernetzten Fabrik mit einer Vielzahl smarter Industrieroboter bis hin zur automatischen Datenauswertung und Produktionssteuerung. G+D ist auf diesen Feldern auch aktiv und nutzt diese Expertise erfolgreich zur Optimierung des Bargeldkreislaufs und der damit verbundenen Technologien. So saust der moderne Geldschein mit elf Metern pro Sekunde durch Prüfmaschinen, wird automatisch verpackt, weitertransportiert und in smarten Boxen mittels RFID-Chips nachverfolgt. Big Data und Bargeld? Das geht durchaus zusammen.

Bargeldprüfung in Höchstgeschwindigkeit

Seit es Banknoten gibt, müssen sie gezählt und geprüft werden. Hier setzten logischerweise die ersten Automatisierungstechnologien an. G+D mit seiner mehr als 160-jährigen Firmenhistorie zählt zu den Pionieren. „Wir waren eines der ersten Unternehmen, die die Geldscheininspektion automatisiert haben“, erklärt Dr. Christian Legl, Group Vice President High Speed Systems bei G+D. „Die ersten Maschinen schafften etwa sechs Banknoten pro Sekunde, unsere BPS X9 liegt aktuell bei 44 Banknoten pro Sekunde.“
Ein Mensch kann maximal 4.000 Banknoten pro Stunde zählen. In der gleichen Zeit schafft die BPS X9 150.000 – und prüft zudem fehlerfrei Druckqualität und Umlauffähigkeit jeder einzelnen Banknote. Das ist technischer Fortschritt.
„Der Automatisierungsgrad, den wir mittlerweile erreicht haben, führt dazu, dass ein menschlicher Bediener schnell an seine physischen Grenzen gelangen würde“, führt Dr. Legl weiter aus. In einer Acht-Stunden-Schicht füttert ein Mensch eine BPS-M-Maschine schließlich mit so vielen Banknoten, dass sie zusammengenommen dem Gewicht einer Audi-A1-Limousine entsprechen würden.

Unter den Banknotenbearbeitungssystemen hat die BPS X9 von G+D einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.


Die Vision vom vollautomatischen Bargeldkreislauf

Automatisierung im Cash-Cycle

Mit NotaTracc hat G+D 2015 ein System für Umlaufgeld auf den Markt gebracht, das mehrere der manuellen Arbeitsschritte überflüssig macht. Die Banknoten werden nicht mehr von Hand aufgestapelt, ausgerichtet und in die Maschine eingeführt – was die Effizienz deutlich erhöht. Auch auf der Ausgabeseite hat sich ein weiterer Automatisierungsschritt getan. So lassen sich mit dem NotaPack-Modul folienverpackte Banknotenbündel ausgeben, nachdem die BPS die Geldscheine geprüft und gezählt hat.
„Die BPS-Maschinen mit ihren Zusatzmodulen stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Automatisierungsbestrebungen“, resümiert Dr. Legl. „Aber wir versuchen, nicht nur das einzelne Cash-Center zu betrachten, sondern den kompletten Cash-Cycle. In der Gesamtbetrachtung und Standardisierung des Bargeldkreislaufs liegt die Zukunft.“

Wie eine Box den Cash-Cycle beschleunigen kann

In Wien ist die Vision des vollautomatischen Cash-Centers schon ziemlich weit gediehen. Geldservice Austria (GSA) hat seit Ende 2016 mehrere BPS-Systeme von G+D im Einsatz, die täglich drei Millionen Banknoten verarbeiten und auf Echtheit sowie Umlauffähigkeit prüfen. Zum Einsatz kommen hier auch das automatische Befüllungssystem NotaTracc und die Verpackungslösung NotaPack.
Zum NotaTracc-System gehören einzelne Trays, also kleine Kunststoffcontainer, in denen die Banknoten der BPS-Maschine über das Befüllungsmodul zugeführt werden. Und genau in diesen kleinen grünen Boxen sieht G+D eine weitere entscheidende Automatisierungsstufe, die möglich wäre. „Jede Institution lässt sich effizienter gestalten, aber wenn wir das Maximum herausholen wollen, dann müssen wir den Bargeldkreislauf über alle beteiligten Institutionen hinweg optimieren“, erklärt Christian Huber, Director Business Development High Speed Systems bei G+D. „Die Lösung läge darin, ein Transportmedium einzuführen, das alle Protagonisten im Cash-Cycle nutzen. Genau das streben wir mit unseren Trays an.“ Tatsächlich bemüht sich auch die GSA Wien darum, dass die Trays von G+D nicht nur innerhalb ihres Cash-Centers Verwendung finden, sondern auch bei allen angeschlossenen Instituten in Österreich, zwischen denen Bargeld hin- und hertransportiert wird.

G+D hat mit dem Transportbehälter NotaTracc-Tray einen neuen Standard für den Bargeldtransport geschaffen.

„Es gibt immer noch viele Ein- und Auslieferungswege für Bargeld“, so Huber. „Es kommt heute typischerweise in Bündeln zu 1.000 Banknoten oder lose und unsortiert in Safebags im Cash-Center an. Jedes Umverpacken ist mit einem Sicherheitsrisiko und einem Arbeitsaufwand verbunden.“ Ein wenig Überzeugungsarbeit ist noch zu leisten, aber die Vorteile liegen auf der Hand. Das NotaTracc-Tray könnte eine ganze Menge Plastikfolie überflüssig machen und den kompletten Cash-Cycle beschleunigen. Für den Außentransport lässt sich die Box verschließen und verplomben sowie mit einem RFID-Chip zur Ortung versehen. „Wir wollen damit einen weltweiten Standard setzen und das erste automatisierte Container-Medium einführen“, resümiert Huber den Plan, der mehr und mehr Rückenwind bekommt, denn: „In Kuwait werden gerade über 12.000 unserer Trays ausgeliefert.“

Mit der Track-&-Trace-Lösung von G+D lassen sich zukünftig Daten über den Bargeldfluss erheben und auswerten.


Die Spur des Geldes

Mit Big Data den Bargeldfluss verstehen

Innerhalb des Bargeldkreislaufs gilt es, neben dem Materialfluss auch den Datenfluss zu optimieren. Was sich bereits in anderen Branchen etabliert hat, könnte Cash-Centern, Zentralbanken und auch Banknotendruckereien zugutekommen: die Auswertung von Daten, um Prozesse zu optimieren. G+D hat hierzu eine Track-&-Trace-Software im Einsatz, die Seriennummern von Geldscheinen verfolgt und beispielsweise den Zustand einer Banknote registriert. Geschieht dies bei jeder erneuten „Begegnung“ mit diesem Geldschein, lassen sich über einen längeren Zeitraum Rückschlüsse daraus ziehen, wie die Haltbarkeit und Fälschungssicherheit von Banknoten optimiert werden kann.
Auch für eine verbesserte Kapazitätsplanung eignen sich solche Auswertungen. „Damit lässt sich nachvollziehen, wo sich wie viele Banknoten befinden“, erklärt Christian Mitterhuber, Director Product Segment Management High Speed Systems bei G+D. „So könnte eine Zentralbank schon vorher ermitteln, wie viel Geld am kommenden Tag angeliefert wird und verarbeitet werden muss. Daraufhin kann die Bank Schichtpläne anpassen und die Auslastung der Maschinen optimieren. Das ist ein enormer Vorteil für unsere Kunden.“


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