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Digitale Transformation: entscheidende Entwicklungen und der Beitrag von G+D

Insights
8 Mins.

Jeder spricht über Digitalisierung. Aber welche Technologien haben die Welt in den letzten zehn Jahren wirklich verändert?

Digitalisierung hat in den letzten zehn Jahren unser Leben grundlegend und schneller denn je verändert. Ob für Regierungen, Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbraucher – die Änderungen sind weitreichend zu spüren.

Verschiedene Technologien sind verschmolzen und haben ganz neue Möglichkeiten geschaffen: von digitalen Zahlungen über mobile Technologien, kontaktlose NFC (Near Field Communication) und das Internet der Dinge bis hin zu Machine-to-Machine-Kommunikation. All diese unterschiedlichen Technologien werden in vielen Bereichen auf ganz verschiedene Art und Weise eingesetzt. Diese Lösungen haben das Ziel, unseren Alltag – geschäftlich wie privat – einfacher zu machen.

Außenansicht vom Gebäude Giesecke+Devrient

Was haben die Vielzahl der Anwendungsfälle noch gemeinsam? Alle Anwendungen basieren auf Vertrauen. Und für dieses Vertrauen sind Innovation und Sicherheit ein Muss. Transaktionen und Daten müssen sicher sein und Identitäten müssen zuverlässig geprüft werden. Nur so können grundlegende Aspekte unseres Lebens reibungslos funktionieren.

Vertrauen bildet auch das Fundament für alles, was G+D tut: Die rund 11.800 Mitarbeitenden und 89 Unternehmen von G+D weltweit ermöglichen sichere Zahlungstransaktionen in physischer, elektronischer und digitaler Form; sie entwickeln zuverlässige Konnektivitätslösungen für Mobilgeräte und das Internet der Dinge, schützen die Identitäten von Menschen und Geräten ebenso wie digitale Infrastrukturen, Systeme, Netzwerke und vertrauliche Daten.

Transformation von Zahlungen

Noch vor zehn Jahren wäre es unvorstellbar gewesen, in einem Geschäft kontaktlos mit dem Handy zu bezahlen. Trotz der schnell fortschreitenden Entwicklung elektronischer Zahlungen ist Bargeld nach wie vor das am meisten genutzte Zahlungsmittel weltweit. Obwohl es große regionale Unterschiede gibt, erfolgen mehr als die Hälfte aller Zahlungen in bar.

Währungen müssen ästhetisch ansprechend, robust und sicher sein. Aus diesem Grund arbeiten Zentralbanken mit Partnern zusammen, die Banknoten herstellen, ein länderspezifisches Design sowie die nötigen Sicherheitsmerkmale dafür entwickeln und das Währungsmanagement automatisieren. G+D kollaboriert rund um den Globus mit Zentralbanken und hat in den letzten zehn Jahren jährlich etwa 25 länder- und kulturspezifische Banknotendesigns entworfen.

Eine Herrenhand, die europäische Banknoten hält

Bargeld bleibt ein wichtiges Zahlungsmittel. Gleichzeitig haben immer mehr Zentralbanken den Trend hin zu digitalen Zahlungen erkannt und arbeiten an der Entwicklung und Ausgabe von digitalen Währungen (Central Bank Digital Currency, CBDC). CBDCs sind gesetzliche und staatlich regulierte Zahlungsmittel, die in bestehende und neue, innovative Märkte eingeführt werden. Dabei bieten sie die gleichen Vorteile wie Bargeld. Mit interdisziplinären Teams aus verschiedenen Geschäftsbereichen entwickelt G+D eine CBDC-Lösung.

Trotz der anhaltenden Beliebtheit von Bargeld hat auch die Entwicklung einer anderen Zahlungsmethode das letzte Jahrzehnt entscheidend geprägt. 2012 stellte G+D die Technologie für kontaktloses Bezahlen per Smartphone bereit. Es dauerte jedoch noch einige Jahre, bis Verbraucherinnen und Verbraucher diese Zahlungsmethode akzeptierten und nutzten.

Wir haben es NFC-Protokollen zu verdanken, dass kontaktlose „Touch and Go“-Zahlungen heute zu unserem Alltag gehören. Mobile Wallets, eine der Technologien für kontaktlose mobile Zahlungen, ermöglichen auch eine breite Palette sicherer Mobile-Banking-Lösungen, die unser Leben erheblich vereinfacht haben. Darüber hinaus war G+D in den letzten zehn Jahren die treibende Kraft bei der Fortentwicklung von modernen Bezahlkarten. So bietet G+D seinen Kunden, insbesondere Banken und Finanzdienstleistern, seit 2020 Metallkarten an, die die Widerstandsfähigkeit von Kunststoff mit der Robustheit von Metall vereinen und sich als Lifestyle-Statement immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Der Wandel der Konnektivität

Mobiles Banking und viele andere Aspekte unseres täglichen Lebens wären ohne Konnektivität und die verbundenen Geräte nicht möglich. Heutzutage trägt fast jeder ein Mobiltelefon bei sich. Im Jahr 2012 nutzten etwa 1,2 Milliarden Menschen Mobiltelefone, dreimal so viele wie im Jahr 2010. In den Folgejahren verdreifachte sich die Zahl noch einmal. Im Jahr 2017 nutzten 3,5 Milliarden Menschen Smartphones mit all ihren vielfältigen Funktionen.

Aber nicht nur Mobiltelefone sind immer kleiner und flexibler geworden, auch SIM-Karten sind geschrumpft und können mittlerweile für viele andere Zwecke genutzt werden. G+D produzierte 1991 die erste kommerzielle SIM-Karte für den finnischen Mobilfunkbetreiber Radiolinja (heute Elisa). Und das war erst der Anfang:

G+D brachte neue Formate wie Mini-, Mikro- oder Nano-SIMs heraus und hat 2012 eine umprogrammierbare eSIM entwickelt, was wiederum eine Vielzahl neuer Anwendungsfälle ermöglichte. Denn diese eSIMs können in Geräte eingebettet und neu programmiert werden. Der Wechsel von Anbietern, Tarifen und Netzen wird so zum Kinderspiel. Und auch für das Internet der Dinge sind eSIMs unerlässlich. In den kommenden Jahren werden sie in vielen Branchen und Bereichen Einzug halten, wie beispielsweise in der Automobilindustrie, wo sie eine Schlüsselrolle für viele Funktionen (z. B. selbstfahrende Autos) spielen werden. 2019 nutzten bereits rund 90 % der führenden Automobilhersteller, darunter auch BMW, das eSIM-Management von G+D.

Physische und digitale Identitäten

Raum von Giesecke+Devrient (Experience Center)

Der Rückblick auf die Digitalisierung im letzten Jahrzehnt – von Smartphones bis hin zu intelligenten Zahlungskarten – macht eins deutlich: Ohne Chips als grundlegende Technologie wäre dies unmöglich gewesen.

Es ist also keine große Überraschung, dass Chips auch bei der Identitätsprüfung von Bedeutung sind. Das Speichern von biometrischen Daten auf Personalausweisen, Reisepässen oder Krankenversicherungskarten macht den Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern einfacher – nämlich immer dann, wenn sie ihre Identität nachweisen müssen. Seit Ende des letzten Jahrzehnts können auch Fingerabdrücke auf den Zahlungskarten von G+D gespeichert werden. Dies eröffnet weitere Möglichkeiten zur Identitätsüberprüfung.

Ob in einer Arztpraxis, um den Anspruch auf eine Behandlung nachzuweisen, oder an der Grenze – die Kombination von verschlüsselten Daten, die auf einem physischen Gegenstand gespeichert werden, und einer sicheren Online-Datenbank sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Veridos, eine Tochtergesellschaft von G+D, entwickelt ganzheitliche ID-Lösungen wie hoch automatisierte Grenzkontrollsysteme und elektronische Ausweis- oder Passdokumente. Diese werden für die Nutzung von eGates benötigt, die die Wartezeit an der Passkontrolle enorm verkürzen. Vor der Pandemie überschritt die Zahl der Reisenden weltweit zum ersten Mal die 4-Milliarden-Marke. Dieses Niveau lässt sich nur durch Automatisierung wieder erreichen bzw. aufrechterhalten.

Digitale Infrastruktur

Damit eGates reibungslos funktionieren, müssen Daten sicher online übertragen werden. Auch in vielen anderen Bereichen wird die Sicherheit im Internet immer wichtiger und die Herausforderungen werden immer größer – nicht nur für Unternehmen und Behörden, sondern auch für private Nutzerinnen und Nutzer.

Die Zahl der schweren Cyberangriffe und Datendiebstähle steigt stetig. Betroffen sind alle, nicht nur Regierungen. Zwischen 2015 und 2017 waren 70 % der deutschen Unternehmen und Institutionen Opfer von Cyberangriffen. Die Kosten von Cyberkriminalität belaufen sich weltweit schätzungsweise auf 1 Billion USD.

Behörden und Unternehmen mussten in der Pandemie große Herausforderungen überwinden und ihren Mitarbeitenden einen sicheren Arbeitsplatz im Homeoffice bereitstellen. Hacker und Hackerinnen nutzten dies aus. Und die Angriffe nahmen zu und wurden immer raffinierter – dies stellt eine große Bedrohung für öffentliche und private Netzwerke dar.

secunet, eine Tochtergesellschaft von G+D, ist seit 2004 IT-Sicherheitspartner der Bundesrepublik Deutschland und hat mit ihrem Produkt- und Beratungsportfolio die digitale Transformation vorangetrieben sowie die IT-Sicherheit in der öffentlichen Verwaltung verbessert.

Digitalisierung im Rückblick

Die Digitalisierung hat vieles in unserem Alltag einfacher und besser gemacht, mit der richtigen Technologie kann sie auch für mehr Sicherheit sorgen. Mittlerweile gibt es unendlich viele Anwendungsfälle für digitale Technologien. Sichere, getestete Systeme bilden stets das Fundament dafür.

Und G+D war von Anfang an dabei: von der Auslieferung der ersten SIM-Karte im Jahr 1991 über die Einführung von Zahlungen auf dem Mobiltelefon 2012 bis hin zur Entwicklung des ersten eSIMs und ersten eGates. 2018 besaß das Unternehmen insgesamt 7900 aktive Patente. Und auch heute entwickelt G+D kontinuierlich Neues, wie die Entwicklung digitaler Zentralbankwährungen belegt.

G+D feiert sein 170-jähriges Bestehen; Fortschritt und Wandel sind tief in seiner Identität verankert und werden auch seine Zukunft prägen. Das Unternehmen war maßgeblich an der digitalen Revolution im letzten Jahrzehnt beteiligt – und im nächsten Jahrzehnt wird es sicherlich viele weitere Innovationen geben.

 

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