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Mehr Nachhaltigkeit durch Partnerschaften und grüne Banking-Lösungen

Globale Trends
5 Mins.

Banken sind perfekt aufgestellt, um den nachhaltigen Wandel voranzutreiben. Der Weg dorthin ist nicht leicht, doch er ist mit spannenden Partnerschaften, einer stärkeren Kundentreue und das Versprechen einer besseren Zukunft gepflastert. So sehen das zumindest Mathias Wikström, CEO und Mitbegründer von Doconomy, und Rüdiger Vogt, Head of Payment 4.0 bei G+D

Anfang 2020, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie, veröffentlichte das Weltwirtschaftsforum seinen jährlichen Global Risks Report, in dem es die größten Bedrohungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einstuft. In dem Bericht sind erstmals Umweltbedrohungen die fünf wahrscheinlichsten Risiken der nächsten zehn Jahre.1

Und auch ein Jahr später dominieren die Klimabedrohungen den im Januar 2021 erschienenen Bericht – trotz der Corona-Pandemie und ihrer verheerenden Auswirkungen.2 Noch nie war der Druck auf unsere Gesellschaft, nachhaltiger zu leben, so hoch.

Mit dem Ziel, Nachhaltigkeit zu fördern und Zahlungslösungen durch digitale Nachhaltigkeitstools zu erweitern, sind G+D und Doconomy eine eher unkonventionelle Partnerschaft eingegangen.

Wenn die Umwelt eine Bank wäre ...

Mitte 2019 wetterte der US-amerikanische Politiker Bernie Sanders: „Wäre die Umwelt eine Bank, wäre sie schon lange gerettet worden.“ Da ist etwas Wahres dran.

„Finanzdienstleister haben ein hohes Maß an Effizienz entwickelt“, weiß Mathias Wikström, CEO und Mitbegründer von Doconomy. Das grüne Fintech-Unternehmen hat eine App kreiert, die Nutzerinnen und Nutzern ihren individuellen CO2-Fußabdruck anzeigt. „Wenn wir Banken dabei unterstützen können, die im Bankwesen erreichten Effizienzen zum Schutz des fragilen Ökosystems einzusetzen, können wir unsere Lage im Vergleich zu heute enorm verbessern.“

Für Wikström spielen Innovationen eine wichtige Rolle für eine nachhaltige Zukunft, weil sie eine Brücke schlagen zwischen dem Finanzsektor, der Technologie und dem gefährdeten Klima. Und das sieht nicht nur er so. Ein kürzlich von Accenture veröffentlichter Bericht stellte fest, dass nachhaltiges Banking eine Grundvoraussetzung sei, um die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.3 „Die Öffentlichkeit erwartet, dass die Finanzdienstleistungsbranche für das Erreichen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein wird“, schrieb Christof Innig, Global Lead Sustainable Banking bei Accenture, Anfang des Jahres. „Neben Wirtschaftsindikatoren fordern sie Transparenz und Verantwortung.“

Dem stimmt Rüdiger Vogt, Head of Payment 4.0 bei G+D, zu. Er weist beispielsweise darauf hin, dass der Klimawandel die Einstellung der Verbraucherinnen und Verbraucher bereits verändert habe. Denn sie erwarten von Finanzinstituten heutzutage Umweltbewusstsein. „Das ist wirklich ein zentrales Angebot, das die Banken nicht nur machen können, sondern auch tatsächlich vorantreiben“, sagt er.

Im Rahmen ihrer Partnerschaft haben sich G+D und Doconomy zum Ziel gesetzt, Banken und Finanzinstitute mit einer nachhaltigen Ausrichtung dabei zu unterstützen, nicht nur ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sondern auch stärkere Kundenbeziehungen aufzubauen, indem sie Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, ethische Entscheidungen zu treffen.

Innovative Partnerschaft für klimasmarte Zahlungslösungen

Geschäftsleute, die durch ein grünes Büroviertel gehen

Nachhaltige, langfristige Veränderungen herbeizuführen, ist keine leichte Aufgabe. Wir Menschen sind von Natur aus darauf ausgerichtet, die Homöostase, also den Status quo, beizubehalten. Daher sträuben sich die meisten gegen Veränderungen. Dieses unbewusste Verhalten zu beeinflussen, ist lediglich ein erster und leichter Schritt.

Unternehmen können die ersten 5 bis 15 Prozent nachhaltiger Maßnahmen laut Vogt relativ einfach umsetzen, weil sie auf Sensibilisierung und Bewusstseinsänderungen abzielen. Die nächsten Schritte sind dann schon schwieriger. Denn Glaubwürdigkeit wird durch eine Langzeitstrategie gefördert. „Was man messen kann, kann man verändern“, so Wikström. „Wenn etwas nicht gemessen wird, lässt sich nur schlecht einschätzen, ob man besser oder schlechter abschneidet.“

G+D verfolgte dafür einen vielschichtigen Ansatz. Ende 2020 nahm G+D als eines von 24 deutschen Unternehmen an der UN SDG Ambition Initiative teil – einem Programm für Unternehmen, die ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele anstreben. Im Rahmen seiner Bemühungen hat sich G+D auch ein eigenes Klimaziel gesetzt und möchte die direkten und indirekten CO2-Emissionen um 25 Prozent reduzieren und Kundinnen und Kunden sowie deren Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, den Planeten für künftige Generationen zu bewahren.

Dabei ist vor allem eines deutlich geworden: Umweltprobleme wie Klimawandel, Ressourcenerschöpfung und die Verschlechterung des Ökosystems lassen sich nur in Zusammenarbeit lösen. Denn sie übersteigen bei Weitem die Möglichkeiten eines einzelnen Unternehmens. Wer die Umwelt schützen und sich für einen sinnvollen nachhaltigen Wandel einsetzen möchte, muss bereit sein, mit großen und kleinen Unternehmen, mit Freund und Feind zusammenzuarbeiten.

“„Wir möchten Nutzerinnen und Nutzern vor Augen führen, dass ihre täglichen Handlungen entscheidend sind.““
Mathias Wikström
CEO und Mitbegründer von Doconomy

Förderung eines ethischeren Konsums

Worte und Taten gehen manchmal weit auseinander. Im Streben nach Nachhaltigkeit gilt es, dies zu bedenken. Ethische Absichten haben nicht immer ethische Taten zur Folge. Laut einem Bericht der Harvard Business Review aus dem Jahr 2019 geben 65 Prozent der Menschen an, nachhaltig einkaufen zu wollen, aber nur 26 Prozent tun dies tatsächlich.4 Im Alltag sind wir mit Tausenden Entscheidungen konfrontiert. Der Einfachheit halber orientiert sich unser Konsumverhalten daher oft an Gewohnheit und Bequemlichkeit.

In ihrem hochgelobten Buch „Nudge“ aus dem Jahr 2008 stellten Richard Thaler und Cass Sunstein das Konzept der Nudge-Theorie vor: Durch positive Bestärkung und indirekte Vorschläge lässt sich das Verhalten eher erfolgreich verändern als durch strikte Vorgaben. Auch G+D und Doconomy erachten diesen auf Empathie basierenden Ansatz als entscheidend für den Erfolg.

„60 Prozent des CO2-Fußabdrucks einer Person gehen auf den täglichen Verbrauch zurück“, so Wikström. „Wir möchten Nutzerinnen und Nutzern vor Augen führen, dass ihre täglichen Handlungen entscheidend sind.“

In ihrer Zusammenarbeit hoffen die Unternehmen, das Verantwortungsbewusstsein von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu wecken und sie dazu zu bewegen, sich stärker für den Planeten einzusetzen, indem sie ethischere Entscheidungen treffen. Mit der grünen Banking-Lösung von Doconomy sehen Verbraucherinnen und Verbraucher, ob sie ihren CO2-Fußabdruck im Lauf der Zeit verringern. Die App bestärkt sie, sich für die integrierten Optionen zur CO2-Kompensation zu entscheiden.  

G+D wird seinerseits Banken die Dienstleistungen von Doconomy als Teil seines nachhaltigen Convego®-Beyond-Portfolios empfehlen – eines wachsenden Angebots für die Finanzindustrie, um grüne Initiativen voranzutreiben. „Die Präsenz von G+D im Payment-Ökosystem und die Dienste von Doconomy sind die ideale Kombination, um gemeinsam durch Zahlungslösungen einen positiven Wandel zu bewirken“, so Vogt. Er fügt noch hinzu: „Durch die Partnerschaft können Banken und Finanzinstitutionen auch die Beziehungen zu ihren Kundinnen und Kunden stärken.“

Denn letztlich kommt es beim Bezahlen, ähnlich wie bei einer erfolgreichen Partnerschaft, auf Vertrauen an. „Es ist das Herzstück jeder Finanztransaktion, weshalb wir uns ganz besonders darauf konzentrieren möchten“, so Wikström. „Wir möchten es Banken, Käuferinnen und Käufern sowie Verkäuferinnen und Verkäufern erleichtern, umweltbewusstere und ethischere Entscheidungen zu treffen. Dafür möchten wir die Schwerpunkte verlagern und nicht den Konsum fördern, sondern verantwortungsvolles Handeln anerkennen und bestärken.“

  1. The Global Risks Report, World Economic Forum, 2020

  2. The Global Risks Report, World Economic Forum, 2021

  3. In banking, sustainability is the new digital. Now what?, Accenture, 2021

  4. The elusive green consumer, Harvard Business Review, 2019

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