#Cybersicherheit #Jahresbericht 2021

Messenger und Videokonferenz: Jetzt auch hochsicher möglich

Annual Report
5 Mins.

Messengerdienste und Videokonferenzen sind für viele Menschen aus dem beruflichen Alltag gar nicht mehr wegzudenken – sie erleichtern die Kommunikation im Team und mit Geschäftskontakten in aller Welt. Doch es bleiben Bedenken: Wo stehen die Server, wie sicher sind die Daten und wie hoch die Cyberrisiken? Vor allem staatliche Stellen und Unternehmen mit sicherheitskritischen Themen können nur eingeschränkt oder gar nicht auf gängige Angebote wie What’s App oder Zoom zurückgreifen. Die G+D-Tochter secunet Security Networks AG bietet mit zahlreichen Lösungen hochsichere digitale Kommunikation an – und das bis zu strengsten Geheimhaltungsebenen.

So ein Messengerdienst ist schon praktisch: Kolleginnen und Kollegen, Schulklassen und Familien können Gruppen bilden und unkompliziert chatten. Kein Wunder, dass allein die drei größten gängigen Messenger der Welt von rund vier Milliarden Menschen genutzt werden. Und wer solchen Austausch im Privaten zu schätzen gelernt hat, möchte die Vorteile gerne auch beruflich nutzen. So beispielsweise auch die Polizei in Niedersachsen: Da sie jedoch mit sensiblen Informationen umgeht, muss sie ganz besonders auf Cybersicherheit achten. Deswegen hat sie sich für den Messenger stashcat entschieden. Er wurde kurzerhand in „Niedersachsen Messenger – NiMes“ umgetauft und hilft jetzt zum Beispiel Einsatzkräften dabei, sich an Unfallorten oder bei Großveranstaltungen noch effizienter zu koordinieren. Auch das Technische Hilfswerk setzt auf stashcat als eigenen Messengerdienst, genannt „hermine@THW“. Während des Sturmtiefs „Bernd“ im Sommer 2021 erfolgte der Informationsaustausch zur Einsatzkoordination der rund 33.000 Helferinnen und Helfer auch über diesen Messenger.

Insgesamt nutzen schon 1,3 Millionen Personen vornehmlich in Behörden, Schulen, bei Polizei, Bundeswehr, Rettungsdiensten und im Gesundheitswesen den stashcat-Dienst. Stashcat wurde 2021 von secunet übernommen. „Wir haben damit jetzt auch einen Hochsicherheits-Messenger im Portfolio, der für vertrauliche Daten mit besonderer Bedeutung geeignet ist“, freut sich Norbert Müller, Divisionsleiter Public Authorities bei der G+D-Tochter secunet. Stashcat begann 2015 als Start-up der Gründer Christopher Bick und Felix Ferchland. „Wir wollten einfache Bedienbarkeit und höchste Sicherheitsstandards kombinieren“, erinnert sich Bick. Herausgekommen ist ein Messenger mit vielen Vorteilen für Zusammenarbeit und Cybersicherheit: Da stashcat in Deutschland betrieben und in einem deutschen Rechenzentrum gehostet wird, entspricht er allen Anforderungen des Datenschutzes und der EU-DSGVO. Großanwender können stashcat sogar auf Wunsch ganz über die eigenen Server laufen lassen. Die gesendeten Daten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und damit hochgradig vor Hackerangriffen abgeschirmt. Außerdem ist stashcat – anders als Konkurrenzprodukte – keine Datenkrake: „Wir nutzen nur das absolute Minimum an nutzerbezogenen Daten, haben keinen Zugriff auf das persönliche Adressbuch der User und geben auch keine Handynummern von Kontakten weiter“, betont Bick.

“Wir nutzen nur das absolute Minimum an nutzerbezogenen Daten, haben keinen Zugriff auf das persönliche Adressbuch der User und geben auch keine Handynummern von Kontakten weiter.“
Christopher Bick
Gründer stashcat

stashcat kann sogar zu einer kompletten Kollaborations-Plattform ausgebaut werden – mit integrierter Dateiablage, Gruppenkalender, einem Umfrage-Tool und weiteren Funktionen für Berufs-Teams oder andere Gruppen von Menschen, die sich austauschen wollen. Dabei finden User die Anwendungen nicht nur auf Desktop-Rechnern und im Web, sondern gleichermaßen auf nativen Anwendungen für iOS und Android-Geräte. So eröffnet stashcat auch Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben die Möglichkeit, in ihrer Kommunikation den Mobile-First-Ansatz umzusetzen.

„Auch bei secunet setzen wir unser neu hinzugekommenes Produkt stashcat schon intern ein – bis hinauf in die höchste Managementebene“, berichtet Müller. Und auf stashcat warten noch weitere Einsätze: Die Lösung wird von secunet in den schon erfolgreich am Markt etablierten Hochsicherheits-Arbeitsplatz SINA® Workstation integriert. Dann können etwa Behörden oder das Militär durchaus sensible Informationen per Messenger teilen. „Das erweitert den Funktionsumfang der SINA® Workstation, die bereits hunderttausendfach in staatlichen Stellen installiert ist, ganz erheblich“, freut sich Müller.

Deutschlands Behörden kommunizieren sicher – dank SINA®

SINA® (Sichere Inter-Netzwerk Architektur) von secunet unterstützt Behörden mit erhöhtem Sicherheitsbedarf, jetzt auch beim Thema sichere Telefonie. Was man aus alten Politthrillern oder Agentenfilmen noch als das „rote Telefon“ kennt, ist heute der SINA® Communicator H – vielleicht nicht ganz so kultig, dafür technologisch auf dem neuesten Stand. „Das Tischtelefon bietet abhörgeschützte Kommunikation – innerhalb von Dienststellen, zwischen Behörden und sogar länderübergreifend. So kann man in verschiedenen Geheimhaltungsgraden bis GEHEIM telefonieren und zukünftig auch chatten, Daten versenden und Videocalls durchführen – ganz wie es den heutigen Gewohnheiten der Arbeitswelt entspricht“, fasst Müller zusammen.

 

All das hat beispielsweise das Auswärtige Amt (AA) von SINA® überzeugt. Das AA arbeitet mit Unterstützung von secunet gerade am digitalen Fundament für die zukünftige Verschlusssachen-Kommunikation. „Damit setzen wir neue Technologie- und Sicherheitsstandards für die Zusammenarbeit auf Bundesebene“, betont Dr. Sven Stephen Egyedy, Chief Information Officer des Auswärtigen Amts. Das Ministerium denkt dabei nicht nur an sich und sein dichtes Botschafts- und Konsulatsnetz in aller Welt. Es wird zum Dienstleistungszentrum innerhalb der gesamten Bundesregierung – und damit verantwortlich für hochsichere Behördenkommunikation von Verschlusssachen bis zur Einstufung GEHEIM. Die auf SINA® basierende Infrastruktur beinhaltet neben Lösungen für Telefonate und Videobesprechungen auch ein digitales Dokumentenmanagementsystem – alles eingebettet in einer eigenen sicheren Cloud. „So können wir auch bei vertraulichen Regierungsangelegenheiten flexibel, digital und effizient zusammenarbeiten. Und wir gehen einen wichtigen Schritt in Richtung digitale Souveränität, indem wir die vollumfängliche Hoheit über die verarbeiteten und gespeicherten Daten behalten“, betont Egyedy.

Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit werden somit Realität. Und an den übernächsten Schritt denken die Entwicklungsteams auch schon: die Post-Quanten-Kryptografie. „Diese Verschlüsselungs-Algorithmen sind so stark, dass sie selbst durch die mittelfristig erwarteten Quantencomputer nicht aufzubrechen sind“, so Jan Leduc, Head of Product Management bei secunet.

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